HQ mit Kindern

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thorben
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HQ mit Kindern

Beitrag von thorben »

Ich würde gern wissen, ob ihr Erfahrungen gemacht habt wie sich HQ am besten mit recht jungen Kindern spielt.
Mein Sohn (6 J.) bsw. kann noch nicht lesen, deshalb fällt der Zauberer für ihn wohl vorerst flach.
Das generelle Spielprinzip wird wohl nicht so schwer sein für sie (beiden spielen Schach)...die taktische Komponente vielleicht schon (Hey, ich hab nicht gesagt daß sie GUT im Schach sind :wink: )

Ich bin unschlüssig ob ich erstmal die 'Vanillaversion' mit ihnen angehe, also nach den europ. Regeln/Werten spiele, oder ob ich zumindest die Monsterwerte der US-Ausgabe nehmen kann?
Was meint ihr?

'Hortquest' lässt mich ja hoffen das ich sie langfristig binden kann...
Topquest
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Topquest »

Ist das HQ-Spiel nicht noch etwas zu brutal für so junge Kinder habe damals erst mit 13 damit angefangen.
Oder sind die Kinder heute abgehärteter ?Binn jetzt anfang 30ig ,habe da leider keinen Bezug dazu.
Sorry habe da auch keine Erfahrung ,habe selbst keine Kinder.
Hätte auch etwas Angst um meine schönen Minis.
Würde noch 3-4 Jahre damit warten und bissdahin einfachere Fantasyspiele machen.
Es gibt da ja so viele schöne Spiele heut zu Tage.
:D Grüße Topquest!
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Falkos »

Hallo Thorben

Ich spiele oft mit Kindern und Jugendlichen HQ. Bei kleinen Gruppen funktioniert das ganz gut, wenn die Gruppe aber zu groß wird, lässt bei den kleineren schnell die
Aufmerksamkeit nach.
Was den Zauberer angeht glaube ich auch das der nicht die perfekte Heldenwahl wäre.(Barbaren oder Zwerge machen meistens sowiso mehr Spass)

Ich würde dir raten einen erfahrenen Spieler als weiteren Helden mitspielen zu lassen um einen "Mentor" zu haben der den Kleinen hilft.

Europäische Werte zu nehmen, wäre eine gute Wahl um den Kleinen ein schnelles Erfolgserlebnis zu bieten. Wenn es dann läuft, sagst du diese Monster sind stärker und müssen also mehr verprügelt werden.

Es gibt aber auch die Möglichkeit andere Spiele zu nutzen um deine Beiden an HQ heranzuführen. (Monster ärger dich nicht)
Gruss
Falkos der Paladin

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Dragonis »

also meine kleine jetzt 9 spielt schon mit, allerding gefällt ihr eher katan Junior
Patrick war damals so ungefähr 12
ich persöhnlich finde es nicht schlimm wenn man mit kindern spielt, allerdings sollte man die quests etwas netter mastern ;)
Dragonis

Wenn die lebenden zu Feinden werden, kann nur die Welt der Toten Rettung bringen.

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sidorion »

Meine ist zehn und spielt schon ca. zwei Jahre mit. Den Magier. Mit eigener Mini. Selber bemalt.
Dragonis bringst Du Deine dieses Jahr endlich mal mit zum Treffen oder was? Dann können wir mit meiner und Superharalds Töchtern eine Görenrunde aufziehen :lol3:
Dinge, die wie Dinge aussehen wollen, sehen manchmal mehr wie Dinge aus, als Dinge.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von CorranHorn »

also wenn ich mal zurückdenke... wir haben es im alter von 10jahren gespielt. da waren wir in der grundschule 3te und 4te klasse, udn es hat uns nicht geschadet. und so ähnlich würde ich es auch jederzeit mit eigenen kindern handhaben, als zu brutal würde ich das ebensowenig einordnen wie alte computer und konsolenspiele. es ist einfach zu abstrakt. :skelett:
thorben
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von thorben »

Wir haben ihm zu Weihnachten 'Heroica' geschenkt, da ist das Spielprinzip ja ähnlich. Beide Kinder mögen es und haben keine Probleme damit. Es ist natürlich sehr simpel und bei weitem nicht so variabel wie HQ.
Deshalb jetzt sozusagen das 'Upgrade'.
(Und zu einem kleinen Teil natürlich auch um meinem inneren Nerd Zucker zu geben...)

Danke für eure Meinungen bisher.
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Grün
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Grün »

Table Top mit Kiddies?
_ Song of Fur and Buttons!

Eine Kampagne die im Stile von Gute Nacht Geschichten aufgebaut sind - mit Teddybären als Figuren und dem wohl geilsten Skirmish TT System weit und breit.

Ansonsten kann man eigentlich ganz gut mit Kleineren Kindern HeroQuest spielen, sehe eigentlich gar keine Probleme
thorben
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von thorben »

Song of Blades and Heroes hab ich schon geholt. Fur and Buttons? Gleich mal schauen. Zusammen mit 'Mädn' sollte das dann hoffentlich reichen um die furchtbaren 'Spiele' wie 'Lotti Karotti' etc. endgültig zu verdrängen...puuuuhhhh!
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ADS
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von ADS »

Topquest hat geschrieben:Ist das HQ-Spiel nicht noch etwas zu brutal für so junge Kinder habe damals erst mit 13 damit angefangen.
Oder sind die Kinder heute abgehärteter ?Binn jetzt anfang 30ig ,habe da leider keinen Bezug dazu.
Warum zu Brutal?
Ich bewege Figur neben eine andere Figur -> Würfle -> wenn Wurf gleich toll darf ich die Figur vom Feld nehmen.
Auch nicht anders als bei Mensch ärgere dich nicht. Muss ja niemand davon reden wie man als Barbar jetzt das Shhwert durch den Orkmagen rammt und sich an dessen Gedärmen labt.. ;-)

Das einzige was wo ich vielleicht bedenken hab ist die Spielzeitlänge (also 2 Stunden kann man schon mal an einem Dungeon sitzen) und das fehlende Leseverständniss. ^^
Mein Back to the Roots Heroquest Regelwerk==> http://www.hq-cooperation.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=1393&start=0
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von thorben »

Hatte jetzt 2 Spiele mit der Familie und die verliefen ganz gut. Meine Frau, die bei den Trainingsrunden nur zuhörte und HQ für 'langweilig' hielt wurde gezwungen an Sir Ragnars Befreiung mitzuwirken und gestand dem Spiel immherhin zu das es doch einigen Spass mache. Die Kinder waren Feuer und Flamme von Anfang an.
Das Monsterkloppen bereitet ihnen keine Alpträume, auch wenn ich das Abenteuer plastisch ausschmücke hinsichtlich der Umgebung verrate ich ihnen natürlich nicht wo Leber, Milz oder Gekröse nach einem Volltreffer mit der Heldenwaffe landen, etc.
Beim Kleinen ist allerdings nach einer Runde dann die Konzentration aufs Spiel weg.
Aber mehr war ja auch nicht vorgesehen.

Würfelpech, etc. nehmen sie erstaunlich gelassen hin.

Mit dem Teamgeist haperts noch, das wird der spätere Schwierigkeitsgrad aber selbst regulieren, denk ich.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von SirDenderan »

Sidorion hat geschrieben:Meine ist zehn und spielt schon ca. zwei Jahre mit. Den Magier. Mit eigener Mini. Selber bemalt.
Dragonis bringst Du Deine dieses Jahr endlich mal mit zum Treffen oder was? Dann können wir mit meiner und Superharalds Töchtern eine Görenrunde aufziehen :lol3:

Ich denke die " Gören " werden es dann dem SL zeigen... :kloppe:

und von wegen Gören ...die eine will den größten Teil selbst fahren (gut..die andere auch, aber die darf noch nicht)
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Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage ?
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Wehrter »

@thorben
Schön daß Du uns auf dem laufenden hältst :D

Es kommt eigentlich NUR darauf an, wie der „Master“ es rüberbringt!
Wir können sehr gut nachvollziehen, wie es damals die Verantwortlichen in der deutschsprachigen Version von MB gemacht haben!

Anstelle von töten etc. wird einfach das Wort besiegen verwendet.
Oder: Wenn Sir Ragnar, bzw. ein Hero stirbt, heißt es NUR: Wenn er seine Körperkraft verliert. :mrgreen:

Ich persönlich bin mehr schockiert, welche Sorgen sich verschiedene Leute machen, wie sie die Kinder schützen :shock:
Vor was? Vor dem normalen Ablauf des Lebens??
Im Vorschulalter liebte ich die Märchen von den Brüdern Grimm!
Hänsel & Gretel endet nachdem brutal grausam :!:
Zudem war in meiner Vorschulzeit das Schlachten ein normaler Zustand, während nach heutiger Gesetzgebung alles ins Verborgene vom Schlachthaus verbannt wurde.

Wenn Ihr mich fragt, werden die nachfolgenden Generationen vom normalsten der Welt entfremdet!
In unserer heutigen „Kultur“ wird das Thema „Tod“ und „töten“ völlig ausgeblendet.
Wenn dann in der Familie plötzlich Oma oder Opa verstirbt, wissen die Eltern nicht mehr damit umzugehen. Wie sollen sie dann den Kindern dies erklären und/oder ein Vorbild sein :?:

Man soll es natürlich nicht übertreiben, daß man alles wie in einen Horrorfilm erzählt, dies würde eindeutig zu weit führen!!

Auf der anderen Seite sind die Kidis viel schlauer als man es in unserer Gesellschaft zugesteht! Die wissen genau was beschrieben wird und übersetzen es sich für sich ;)

Nur meine Sicht :skelett:
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Sinthoras
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sinthoras »

Wehrter hat geschrieben:Im Vorschulalter liebte ich die Märchen von den Brüdern Grimm!
Hänsel & Gretel endet nachdem brutal grausam
Die Hexe mit den Eisenschuhen :twisted:
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Wehrter
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Wehrter »

Nein, diese Version kenne ich nicht einmal.

Ich meine das Ende, wo Gretel schuften mußte und Hänsel im Käfig eingesperrt war und gemästet wurde.
Beides war für mich erschreckend! In der Gewalt der Hexe zu sein und zwei extreme der Geschwister zu sehen: Zwangsarbeit und Freiheitsberaubung.
Und dann das Finale: Wo die Hexe von Gretel in den Ofen gestoßen wurde und sie bei lebendigen Leibe verbrannte.

Bei diesen Vorstellungen, daß einem selber sowas passiert, läuft doch einem der Schauer über den Rücken! Erzählt bloß Kindern keine solche grausamen Geschichten!
Warum eigentlich?
Als die Geschwister beim Lebkuchenhaus angekommen waren, hätten sie die Chance zur Flucht gehabt, ließen sich aber von der Hexe in das Haus locken und gerieten so in ihre Gewalt.
Sollten Kinder nicht erfahren, daß es „böse Menschen“ gibt und man keinen Fremden trauen darf? Es wird ja nicht in den Medien berichtet, daß Kinder missbraucht und anschließend getötet werden.
Oder haben die Erwachsenen Angst, daß ihre Kinder zu dieser Hexe werden?
Ne kann nicht sein, daß sind jetzt die Ego Shooter!

Ich sehe gerade, daß ich jetzt immer mehr vom Thema entferne.
Das Spielmaterial fasziniert Kinder und sie möchten mitspielen ;)
Wenn sie noch nicht lesen können, merken sie sehr früh, daß dies wichtig ist (Karten) und es erwacht der Wunsch, daß sie es lernen wollen. Hier hat man eine seltene Chance, daß man ihnen es sehr früh beibringen kann, weil sie voller Eifer dabei sind :mrgreen:
Da die Bewegung erwürfelt wird, muß man das Zählen auch noch lernen. ;)

Es kommt auch sehr häufig vor, daß sie nicht schlafen wollen, weil sie vor „Monstern“ Angst haben. Bei HQ müssen sich die Monster vor ihnen acht nehmen, da sie in die Rolle eines Helden schlüpfen dürfen und den Monstern das Fürchten lernen.

Die Aufträge sind auch alle so aufgebaut, daß man als Heroe Unrecht bestraft und der Gerechtigkeit wieder zum Sieg verhilft. (Wenn das im echtem Leben auch so einfach wäre :cry: )

Da in den Quests das Erfüllen des Auftrags immer schwieriger wird, ist es nach und nach eine Notwendigkeit, daß man zusammen arbeitet (Teamgeist). Wiedersetzt man sich, muß man schnell lernen, daß man auf der Verliererseite steht. :mrgreen:
Zudem haben unsere Heroen verschiedene Stärken und Schwächen. Damit muß man auch umgehen können, sprich man muß lernen diese einzuschätzen!

Da es den Kleinen auch immer Freude bereitet, als Bester oder als Sieger hervorzugehen, ist unter den Heroen ein gemäßigter Konkurrenzkampf vorhanden. Wer schnappt sich das meiste Gold, etc.

Was auch sehr wichtig ist, die originalen Regeln sind doch wirklich einfach! Oder?

Für den Fall, daß ich negative Aspekte vom HeroQuest nicht erkannt habe, würde ich mich freuen, wenn man mir diese Aufzählt! :)
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thorben
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von thorben »

Wehrter hat geschrieben: Die Aufträge sind auch alle so aufgebaut, daß man als Heroe Unrecht bestraft und der Gerechtigkeit wieder zum Sieg verhilft.
Naja, DA könnte das Problem liegen....nach 'Sir Ragnars Rettung' hatten die beiden nur eine Frage: 'Können wir jetzt die Bösen spielen?' :)
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HQ-Killy
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von HQ-Killy »

Der Fördermöglichkeiten gibt es viele.

Wehrter hat das sehr schön erklärt.
Auch wenn ich im Hort mit den Kindern "Hortquest" spiele, kann ich mir vorstellen, dass einige meiner Kolleginnen den tiefen Sinn des Spiels überhaupt nicht wahrnehmen.
Bei den Kindern passiert so viel.
Sie müssen miteinander reden, miteinander klarkommen lernen, andere einbeziehen oder einfach nur lernen sich zurückzusellen, weil sie sich untereinander maßregeln.
Soziale Interaktion ohen Ende. Leider ist es bei uns im Hort immer so, dass sich die Kinder oft anschreien.
Das ist aber eher den Räumlichkeiten geschuldet.
Im Moment lasse ich sie allein spielen.
Das klappt recht gut und immer stehen viele "Zuschauer" am Tisch, die einfach nur gespannt sind, was da so passiert.
Die Kinder versuchen natürlich sich oft genug übers Ohr zu hauen.
Wenn sich einer ungerecht ehandelt fühlt, dan fragen sie nach. Das finde ich eine gute Entwicklung.
Sich Hilfe holen, wenn man welche braucht, und der entlarvte Bescheißer macht das auch nicht nochmal...
Auch lernen sie Wertschätzung, da das Material eben sehr fragil ist.
Mathematische Bildung beim "Augen" oder Schätze usw. zählen.
Feinmotorik, Abstraktionsvermögen, einfach alles.
Nichts ist wertvoller als ein aktives Brettspiel.


Nochmal zu den Märchen.
Wehrters Eklärungen finde ich spannend.
Damals, als diese Sachen entstanden, war noch nicht viel mit Aufklärung und Medien.
Trotzdem hat man sicherlich versucht die eigenen Kinder zu schützen und erfand eben diese Schauergeschichten.
Diese wurden bestimmt von Mund zu Mund weiter ausgeschmückt.
Trotzdem zeigten sie damals schon die Abgründe menschlichen Daseins auf.
Die Zwerge in Rotkäppchen - das waren doch Kinder (sie mussten damals tatsächlich ins Bergwerk, weil sie klein genug für die Stollen waren!!)
Rotkäppchen und der Wolf - der Wolf war sicher ein "Kinderfänger", der den Kindern auflauerte und dann wer weiß was mit ihnen gemacht hat...

Das mit den (rotglühenden) Eisen-Schuhen war in Schneewitchen, als die böse Königin auf deren Hochzeit mit diesen tanzen musste und aus dem Schloss hinausrannte...
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Sidorion
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sidorion »

Wobei man beachten muss, dass die heute erhältlichen Ausgaben nach der 20. Auflage gedruckt werden. Die Grimms haben im Laufe der Jahre immer weiter retuschiert und die wirklich heftigen Märchen und Szenen entfernt weil sich die (damalige) Leserschaft beschwert hat. :shock:

Ich sag immer: Kinder sind klein, nicht dumm. Die haben schon sehr früh ein erstaunliches Verständnis für die Welt um sie herum. Durch diese Verharmloserei wird dieses Bild verzerrt und das kann sich nur negativ auswirken.
Dinge, die wie Dinge aussehen wollen, sehen manchmal mehr wie Dinge aus, als Dinge.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Wehrter »

thorben hat geschrieben:
Wehrter hat geschrieben: Die Aufträge sind auch alle so aufgebaut, daß man als Heroe Unrecht bestraft und der Gerechtigkeit wieder zum Sieg verhilft.
Naja, DA könnte das Problem liegen....nach 'Sir Ragnars Rettung' hatten die beiden nur eine Frage: 'Können wir jetzt die Bösen spielen?' :)
:kloppe: Stimmt, die Kleinen überraschen einem immer wieder mit Sichten, die man niemals erwartet hätte! Da steht man oft bescheuert da und weiß vorerst nicht zu reagieren!

@ HQ-Killy
Da hast Du einige weitere Punkte hinzugefügt!

Ich hatte früher ein Erlebnis:
Ich besuchte einst kurz einen Kumpel. Sein Sohn (Vorschulalter) wollte ein Brettspiel mit Papa spielen, der hatte aber keine Lust.
Da auf dem Brett Felder mit Texten standen, was der Spieler machen muß und der Kleine nicht lesen konnte fragte er ständig den Papa was steht da? Und was steht da?
Uns Erwachsenen blieb völlig verborgen, daß der Kleine auswendig lernte, wo was steht!!!
Hier war Motivation da und man hätte den Kleinen fördern können, aber …

Wegen den Märchen
Sidorion hat es bereits angeschnitten, aber es ist noch drastischer!
--Bei Neuverfilmungen werden bereits die „grausamen Szenen“ entschärft oder völlig neu dargestellt.

--Die Erstauflage der Märchen war doch so Anfang des 19. Jh. ?
Soweit ich in Berichten mitbekommen hatte, wurden sie bereits bei der 2. Auflage schon leicht verändert. So war Schneewittchen ursprünglich Blond, wurde dann aber Schwarzhaarig wie Ebenholz.

--Wenn man sich ein Märchenbuch von den Brüdern Grimm kauft, sind nicht alle Märchen drin! In alten Märchenbüchern, die vor dem Krieg erschienen sind, konnte ich Märchen finden von denen ich nie was gehört hatte. Ich frage mich hier schon, warum man uns nur diese bestimmte Auswahl, die wir alle kennen, veröffentlich und die anderen Verschweigt?

--Die Wurzeln der Märchen stammen doch aus einer Zeit, wo der Mensch sich noch gegen die Naturgewalten durchsetzen mußte. Vieles konnte man sich damals nicht erklären, daß in unserer Zeit jetzt durch die Wissenschaft erklärt wird. Ich denke, daß hier auch Aspekte zur Natur und seinen Gewalten besteht.
In unserem sterilen Zeitalter ist der Bezug zur Natur TOTAL verloren gegangen. Alles zugeteert und zubetoniert. Tierarten wurden Ausgerottet (Bär, Biber, …) Nahrungsmittel haben keinen Stellenwert, wenn es nicht schmeckt, ab in die Tonne. usw.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Mophus »

Ich habe einmal einen interessanten Artikel über kindliche Albträume gelesen (leider weiß ich nicht mehr wo). Dort wurde ein wissenschaftliches Experiment beschrieben. Es gab zwei Versuchsgruppen von Kleinkindern. Die eine Gruppe bekam Märchen mit Hexen, Drachen & Co. vorgelesen, der anderen Versuchsgruppe wurden solche Geschichten vorenthalten (d. h. es handelte sich um Kinder, die bis zu diesem Zeitpunkt niemals eine Hexe oder einen Drachen gesehen hatten). Dennoch berichteten beide Gruppen über böse alte Frauen und Monstern in ihren Albträumen. Psychologen erklärten dies damit, dass dies Archetypen seien die Ausdruck gewisser Ängste darstellen. Märchen können daher Kindern helfen mit diesen Ängsten umzugehen, da sie wissen, dass schlussendlich das Gute triumphiert.

Zu Brutalität in Märchen: Ich finde es ist ein deutlicher Unterschied, ob da nur geschrieben steht, dass die Hexe in den Ofen gestoßen wird, oder ob dies realistisch gezeigt wird (z. B. in einem Film).

Man sollte Kinder schon auch vor gewissen Dingen schützen. Wenn ein Kind wissen möchte was Krieg ist, kann man ihm das erklären. Ihm jedoch Bilder von Kriegsversehrten zu zeigen, um den Schrecken des Krieges zu demonstrieren, fände ich aber nicht altersgerecht.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von knightkrawler »

Mophus hat geschrieben:Ich finde es ist ein deutlicher Unterschied, ob da nur geschrieben steht, dass die Hexe in den Ofen gestoßen wird, oder ob dies realistisch gezeigt wird.
Da geb' ich dir sowas von Recht. Es muss ja nicht beschrieben werden, wie sich das Fleisch schwarz färbt und sich von den Knochen löst und die Hexe vor unerträglichen Schmerzen schreit wie am Spieß. Abgesehen davon, dass das Vorstellungsvermögen der Kinder solchen verbalen Beschreibungen ohnehin Grenzen setzt, kommt erst in späteren Entwicklungs- und Prägungsphasen eine Bedeutungsebene hinzu, die solche Bilder/Textbeschreibungen erst "brutal" macht. Die bildliche Vorstellung z. B. im Film nimmt einem Kind die natürliche Entwicklung ab und gibt ihm voll auf die Zwölf, wo's nicht hingehört.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sinthoras »

HQ-Killy hat geschrieben:
Das mit den (rotglühenden) Eisen-Schuhen war in Schneewitchen, als die böse Königin auf deren Hochzeit mit diesen tanzen musste und aus dem Schloss hinausrannte...
Uppsala :pfeif: Zum Thema Märchenverhamrlosung: Kennt einer von euch die Serie "SimsalaGrimm" ?
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von SirDenderan »

Sinthoras hat geschrieben:
HQ-Killy hat geschrieben:
Das mit den (rotglühenden) Eisen-Schuhen war in Schneewitchen, als die böse Königin auf deren Hochzeit mit diesen tanzen musste und aus dem Schloss hinausrannte...
Uppsala :pfeif: Zum Thema Märchenverhamrlosung: Kennt einer von euch die Serie "SimsalaGrimm" ?


Ich (geb. 1969) bin auch mit einer "harmlosen" Version von Grimm's Märchen Aufgewachsen.
Zum 150. der Märchen habe ich einiges darüber gehört und gelesen...

Die originale sind doch etwas heftiger

original texte
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Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage ?
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sinthoras »

@SirDenderan: Ich geboren 1996 bin - wen wunderts? - auch mit den harmlosen Versionen aufgewachsen, auch wenn mir einige "brutale" Versionen bekannt sind. Sehr interessante Quelle, von 80% der dort gelisteten Märchen habe ich noch nie gehört :o
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Luegisdorf »

Die originale sind doch etwas heftiger
Könnte das sein, weil viele Märchen als Vorlage echte Verbrechen gehabt haben? Oder auch, weil sie den Kindern vielleicht mit Hilfe der Angst etwas leren sollten (z.B. du sollst nicht alleine in den Wald gehen sonst wirst du vom Wolf gefressen)?

Aber, wir schweifen vom Thema ab.

Heroquest für Kinder find ich ok, wenn sie die Regeln verstehen können und auch verstehen dass es sich um reine Fiktion handelt (nicht missverstehen, das Kind kann wohl aber an Nikolaus und Elfen im Wald glauben) - aber sein Verstand muss einsehen, dass die Monster in HQ auch nur in HQ, bzw. in Spielen existieren und das auch das Töten und ausscheiden aus dem Spiel im genannten Kontext nur mit dem Spiel zu tun hat. Richtiges sterben ist etwas anders, HeroQuest aber ist ein Spiel und sollte auch als dieses erfasst werden.
Wenn die Kinder nicht grad wissen, was ein Sarkophag ist, dann ist es vielleicht unnützes Wissen, aber es kann niemand einen Schaden davon tragen, wenn er solche Sachen weiss oder sich damit beschäftigt.
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Wehrter
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Wehrter »

An dieser Stelle möchte ich jedem bitten, sich an die Zeit zu erinnern als man noch selber klein war.
Hat man in jener Zeit nicht einen Western, Ritterfilm, Since Fiction, etc. gesehen, war begeistert, lief nach draußen und hat es nachgespielt?
In sämtlichen Filmen wurden Menschen getötet, die einfach nur umgefallen sind, ohne einer grausamen Darstellung, z.B. daß man Blut gesehen hätte.

Als Kinder hatten wir doch oft im Spiel das Wort Tod verwendet, was für uns so viel bedeutete daß der jeweilige Spieler in dieser Runde ausgeschieden ist!??

Was ich versuche auszusagen ist:
Geht nicht von Eurem erwachsenen Wissen aus, sondern versetzt Euch in die Zeit, als Ihr selber Kind wart, und beurteilt dieses Thema aus der damaligen Sicht!
Luegisdorf hat geschrieben: Wenn die Kinder nicht grad wissen, was ein Sarkophag ist, dann ist es vielleicht unnützes Wissen, aber es kann niemand einen Schaden davon tragen, wenn er solche Sachen weiss oder sich damit beschäftigt.
Ein Interessanter Hinweis!
Im Auftrag und auf den Brettern kommen immer wieder Wörter vor, die für die kleinen Neu sind. Die muß man dann erklären.
Aber bitte nicht mit der Einstellung, daß man alles in „Babysprache“ erklärt.
So wurde den Kindern erklärt, daß der tierische Nachwuchs Babypferde, Babyhunde sind und später wundert man sich, wieso man nicht weiß was Welpen und Fohlen sein sollen. :? :?:

Ich hatte das Erlebnis, wo ich den Grünschnitt mit der Heugabel in die Schubkarre beförderte, da kam ein Kindergartenkind auf mich zu und meinte daß ich Heu mit der Mistgabel aufgabelte :shock:

Es läuft hier irgendwas schief, wenn Kinder genau wissen woher die Babys kommen, aber bei alltäglichen Gegenständen nicht wissen, wie sie heißen oder sogar nicht wissen was es ist!

Werbung und Verkauf tragen einen großen Anteil dazu bei, daß man immer mehr verblödet wird! Hier wird z.B. für das eigene Haustier Meerschweinchen Grummert als Streu verkauft.
Es liegt hier in der Verantwortung der Eltern, daß sie den Kleinen Grummert und Streu erklären.

Bei HeroQuest ist es da genauso.
Alb und Ork befinden sich in einem Zweikampf, wie zwei Judokämpfer oder zwei Fußballspieler. Der eine gewinnt und der andere wurde besiegt. Und beim nächsten Mal treffen sie wieder aufeinander und dieser Kampf beginnt von vorn. ;)
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Grün »

Wehrter hat geschrieben: Ich hatte das Erlebnis, wo ich den Grünschnitt mit der Heugabel in die Schubkarre beförderte, da kam ein Kindergartenkind auf mich zu und meinte daß ich Heu mit der Mistgabel aufgabelte :shock:

Es läuft hier irgendwas schief, wenn Kinder genau wissen woher die Babys kommen, aber bei alltäglichen Gegenständen nicht wissen, wie sie heißen oder sogar nicht wissen was es ist!
Oh mein Gott... ich kenn auch nich den Unterschied zwischen ner Heugabel und ner Mistgabel..... Im Ernst gbbet da zwei Unterschiedliche Werkzeuge für? Ich bin aber auch bekennender Stadtmensch und habe trotz meines Nicks nich einen solchen Daumen!

Edit: Nun ja wenn man google Bildersuche nutzt um Unterschiedzwischen Heu und Mistgabeln zu bekommen kriegt man bei Mistgabel ne nackte Frau.... nich schlecht
thorben
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von thorben »

Ich hätte eher nach 'Grünschnitt' gegoogelt....aber jetzt ist mir doch irgendwie entfallen was eine 'Mistgabel' ist. :wink:
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Sidorion
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sidorion »

Eine Heugabel hat weniger Zinken (drei bis vier), als eine Mistgabel (vier bis sechs). Mit der Heugabel wendet (und stapelt) man das langstielige Heu, mit der Mistgabel sticht man Misthaufen um, die ja eher aus zusammengetrampleten kutzstieligen Heuresten und Kuhsch.. bestehen. Darum ist i.d.R. auch das Material bei der Mistgabel stärker ausgelegt, weil die Scherbelastungen auf die Zinken höher ist.
Man kann mit beiden Werkzeugen beide Tätigkeiten ausühren, sie sind aber jeweils für die ihnen zugedachte Tätigkeit besser geeignet.

Helfe doch immer gerne :mrgreen:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Mophus »

Ein Interessanter Hinweis!
Im Auftrag und auf den Brettern kommen immer wieder Wörter vor, die für die kleinen Neu sind. Die muß man dann erklären.
Aber bitte nicht mit der Einstellung, daß man alles in „Babysprache“ erklärt.
So wurde den Kindern erklärt, daß der tierische Nachwuchs Babypferde, Babyhunde sind und später wundert man sich, wieso man nicht weiß was Welpen und Fohlen sein sollen.
Mein Opa zu mir als ich zwei Jahre alt war:"Schau mal ein Piep Piep". Ich:"Das ist eine Amsel!" :lol:

Letztens war ich im Wildgehege. Da haben die Eltern eines Kindergartenkindes ernsthaft auf ein Rehkitz gezeigt und gesagt:"Schau ein Bamby" :roll:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Wehrter »

Ich denke daß es mir gelungen ist, meine Beobachtungen verständlich zu erzählen.
Ist nicht immer leicht :oops:

Die von mir verwendeten Begriffe stammen aus der Landwirtschaft, aber zu Beginn des 20. Jh. war es normal und üblich, daß die Arbeiter von Fabriken, Bergwerken, usw. Zuhause für die Eigenversorgung einen kleinen Garten und ein bisschen Vieh gehalten haben. Von daher sind den Menschen die Begriffe und Tätigkeiten vertraut. Also die Leute die heute so ab 80 Jahre alt sind. Hier kann man sehr schön sehen, wie brutal sich die Zeit gewandelt hat.

@Sidorion
Im Ernst, mir sind die Unterschiede bekannt, aber so präzise hätte ich sie nie erklären können :ok:

Zudem muß ich mich korrigieren, es war kein Grünschnitt sondern eine Mahd!
‘tschuldigung, ich weiß zwar was es ist, kann es aber gelegentlich aber nicht benennen :roll:

Aber zurück zu HeroQuest:
Hier macht man rum, daß darin Elemente enthalten sind, die eine „Gefahr“ für die Kinder darstellt :wut2:
Aber auf der anderen Seite haben genau diese Leute kein Problem, ihre Kinder vor dem Fernseher oder Computer zu setzen, wo Filme und Spiele genau das gleiche darstellen :?
Was macht Micky Maus und Mario in einem Computerspiel?
Sie kämpfen gegen Monster und wenn man seine Herzchen verloren hat ist man "tot" oder "gestorben"!

Der einzige Unterschied ist die Darstellung!

In den 80ern kamen bei uns die Rollenspiele auf. (Dungeon and Dragon, Das Schwarze Auge, …) Kaum erschienen, kam auch schon der mahnende Finger hoch!

Artikel von 1983

Jetzt sind wir die Eltern!
Laßt es uns besser machen :dafuer:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sidorion »

@Mophus: Das kann ich toppen: Wir waren im Autohaus, Räder wechseln lassen und mit meiner damals neun Monate alten Tochter auf meinem Arm stand ich im Verkaufsraum rum und langweilte mich. Da hörte ich von hinten eine Frau meine Tochter fragen: 'Wie macht der Wauwau?'
Das ist, als früge man, wie lange der Dreißigjährige Krieg gedauert hat oder wie Helmut Kohl mit Vornamen heißt.

Abgesehen hat mich dieses ganze Wauwau, Muhmuh, Mähmäh usw. eh immer genervt. Mein Kind hat gleich Hund, Kuh, Katze usw. gesagt.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sinthoras »

Wehrter hat geschrieben:Was macht Micky Maus und Mario in einem Computerspiel?
Von wegen Mario http://bwaff.com/game-target-audience-a ... ttle-pony/
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Ja, die Sache mit den Begriffen ...

Meine beiden Jungs haben anfangs auch lieber die Geräusche von Tieren nachgemacht, wenn sie sie gesehen haben. Meine Frau und ich haben dann immer gesagt: Ja, ein Hund! Oder bei Fragen zwischendurch: Wie macht der Hund? Wie macht die Katze? usw.
Unser jetzt 1 1/2-Jähriger zeigt nun auf einen Hund und sagt: Hund! Und dann bellt er. Also er sagt nicht wauwau sondern macht das Bellen richtig nach. Schon süß, die Kleinen. Sie sind übrigens auch der Grund, weswegen ich einige Zeit so ruhig war ...

Mit HeroQuest habe ich damals mit 12 Jahren angefangen. Aber ich will nicht warten, bis meine beiden so alt sind. Der ältere ist jetzt 3. Brettspiele mit Würfeln und Setzen macht er schon mit. Aber er zeigt noch einige Kurzschlussreaktionen, wenn irgend etwas nicht wie erwartet verläuft. Da hätte ich noch Angst um die Figuren.

Was das Sterben der Figuren betrifft, sehe ich das wie ihr auch: Die Figur ist einfach vom Brett. Irgendwelche Beschreibungen der Umgebung würde ich auch weglassen. Sonst läuft man Gefahr, dem Kind Angst vor Burgen oder Schlössern zu machen.

Was die Märchen betrifft, habe ich mir mal sagen lassen, dass es wichtig für Kinder ist, dass das Böse am Schluss endgültig besiegt ist. Die Option, dass die Hexe oder der Drache oder sonstwas noch herumläuft, darf es nicht geben. Mal ein extremes Beispiel: Hänsel und Gretel bequatschen die Hexe, sie freizulassen und zu versprechen, nie wieder Kinder zu fangen. Hänsel und Gretel geht es dann gut. Aber ein Kind, welches das Märchen hört, stellt sich dann vor, dass die Hexe noch irgendwo wohnt und ihr Versprechen vielleicht bricht. Das macht dann Angst. Also lieber: Hexe ist weg und fertig. Etwas anderes ist der Tod für Kinder ja noch nicht.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Commissar Caos »

ich denke auch Kinder können wesentlich besser mit Grausamkeiten in Geschichten umgehen, als man denken möchte. Der kindliche Geist ist praktisch veranlagt. Wenn jemand gefressen wird, dann kann man natürlich auch (unbeschadet) wieder aus dem Bauch rauskrabbeln. Wenn der Bauch dafür aufgeschnitten werden muss ist das auch ok. Den Bauch kann man danach ja wieder zunähen und allen gehts wieder gut. Die kindliche Fantasie wird sich niemals die grausamen Details ausmalen, wie es ein Erwachsener tun würde. Ich denke daher ist es in Ordnung, wenn man Kinder bei HQ böse Orks erschlagen lässt. Das ist einfach das Mittel dafür, dass die Orks "weg" sind. Ich würde mir aber niemals anmaßen, dass besser beurteilen zu können als die Eltern des Kindes.

Eine ganz andere Liga sind natürlich grausame Filme und Bilder. Die können ja nicht von der Fantasie entschärft werden.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Heute war es soweit:

Motiviert durch das diesjährige Treffen, haben wir (meine Söhne und ich) eine Runde HeroQuest gespielt! :mrgreen: Ich erzähle mal, wie wir das angestellt haben, denn die Regeln habe ich außerordentlich stark vereinfacht:

Die Story: Räuber haben eine Prinzessin geraubt und diese musste gerettet werden. Gespielt habe ich ohne Abenteuervorlage.

Statt "Körperkraft" gab es Würfel (Für das nächste Mal werde ich mir Marker besorgen). Hat man einen Punkt verloren, musste man einen Würfel abgeben. Bewegung und Kämpfen liefen nach den Grundregeln ab. Das funktionierte ganz gut.

Der ältere (gute 5 Jahre alt) hat den Zauberer gespielt. Seine Aufgabe war es, dem jüngeren (dreieinhalb Jahre), der den Barbaren gespielt hat, die in Kämpfen verlorenen Würfel wiederzubeschaffen. Dazu hat er, wenn er an der Reihe war, drei (weiße) KW geworfen. Die Anzahl der Schädel entsprach der Zahl der wiedergewonnenen Würfel. Mana oder Zauberkarten habe ich nicht verwendet. Geheilt werden konnte also, bis der Arzt kam. :?

Die Räuber (dargestellt durch die Landsknecht-Figuren) hatten 3 KW Angriff und zwei Verteidigung, ebenso wie der Barbar. Mit 2 Punkten KK waren die Räuber etwas stärker als die Figuren im europäischen HQ, aber das war kein Problem für das Duo. :twisted:

Sie haben fleißig gewürfelt und hatten dabei viel Spaß mit dem Würfelbecher. Einmal habe ich den Barbaren gegen drei Räuber gleichzeitig kämpfen lassen. Dabei habe ich festgestellt, dass das wohl die Obergrenze für gegnerische Figuren ist, was die Konzentration der Kleinen betrifft. Ich war fast zu lange dran; der Große hat da etwas abgeschaltet. Also werde ich das Ausnahmefällen vorbehalten.

Schatzsuche gab es auch, wurde aber nicht so viel in Anspruch genommen. Auf Fallen auf dem Brett habe ich bewusst verzichtet, in den Schatzkarten gab es aber Fallen und Streuner. Davon wurde auch eins gefunden. Aber statt Gold werde ich etwas anderes einführen (Waffen, Zauber und Ausrüstung, die im aktuellen Spiel verwendet werden können und im nächsten wieder weg sind).

Insgesamt haben sie sich durch fünf Räume gearbeitet. Das ist zeitlich eine Obergrenze für meine Jungs, habe ich festgestellt. Danach (also nach etwa einer halben Stunde) war die Luft raus. Aber sie haben die Prinzessin noch zum Ausgang gebracht und abends stolz der Mama erzählt, dass sie das Spiel vom Papa mit den vielen Figuren gespielt und ganz viele Räuber besiegt haben. Beim nächsten Mal werden die Räume dichter beisammenliegen und der Weg zum Ausgang wird kurz sein.

Bisheriges Fazit: Viel Spaß für uns drei. Ich habe viel Hoffnung auf weitere kurze Runden. Ich gehe davon aus, dass wir noch eine ganze Weile lang mit diesen heruntergebrochenen Regeln spielen werden. Langzeitwirkungen sind natürlich noch nicht abzusehen, aber ich hoffe auf anhaltenden Spaß am Spiel und werde abwarten, ob sich Albträume entwickeln. Ich glaube es nicht. Was die Jungs sich ohne das Spiel schon alles ausgemalt haben, was sie mit einem Einbrecher anstellen würden, der in unser Haus kommt, würde jedem Horrorfreund die Haare zu Berge stehen lassen. Nur so viel: Es geht weit über Töten hinaus. Also sie wollen da wirklich absolut sicher sein, dass der nie wieder irgendwem Angst einjagt. :shock:

Ich denke, für das Treffen im nächsten Jahr werde ich die Regeln verschriftlichen, ein paar Schatzkarten entwerfen und eine kleine Kampagne für die Kleinsten entwickeln (etwa fünf Abenteuer).
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von SirDenderan »

Klasse

die Regeln für das Kiddi-HQ hätte ich dann aber gerne



:ok:
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Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage ?
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Luegisdorf »

Statt Würfel als KK-Punkte einzusetzen eignen sich auch entsprechende Marker oder Herzlein, etc. Und dies nicht nur bei Kindern ;)
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Wie ich schon schrieb:
Taunuskrieger hat geschrieben: Statt "Körperkraft" gab es Würfel (Für das nächste Mal werde ich mir Marker besorgen).
Habe jetzt Deko-Herzen gefunden, die perfekt passen müssten. Die sind gerade für die Kleinen schön griffig und die Jungs erliegen nicht dem Drang, mit ihrer Körperkraft zu würfeln. :roll:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Zweite Session heute ...

Gerade, als wir zu Spielen begonnen hatten, klingelte es an der Tür. Die Herzen waren tatsächlich schon da! Von der Größe her passen sie super, wir haben die ausgepackten Würfel gleich ersetzt.

Doch dann ein großer Fehler meinerseits: Ich habe es gewagt, den Zauberer anzugreifen! Nicht, dass er gestorben wäre. Mein Großer war allein wegen des Angriffs sauer und weigerte sich, die Verteidigung zu würfeln. Tja, für den Rest des Spiels saß der Ältere sauer daneben und hat zugeschaut, wie sein kleiner Bruder mit Unterstützung des Zauberers, den ich jetzt steuerte, den Räuberhauptmann erledigte.

Es hat einige Zeit gedauert, bis er sich wieder beruhigt hatte. Was genau ihn jetzt so sauer gemacht hatte, weiß ich nicht. Aus dem, was er inzwischen erzählt hat, vermute ich, dass er Schwierigkeiten damit hatte, selbst nicht angegriffen zu haben. Auch hat er nur 4 Herzen - die natürlich sehr viel schneller weg sind - und sein kleiner Bruder 8. Wütend hat er angekündigt, nie wieder mit mir zu spielen.

Mal sehen, wie es weitergeht. Ich habe ihm versprochen, dass wir uns einen Angriff für ihn überlegen. Man darf gespannt sein ...
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Luegisdorf »

:)
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von ADS »

Oho interessant sowas ähnliches hab ich vor einiger zeit angefangen zu basteln um aus Lego Heroica ein Kindgerechtes brauchbares Heroquest zu basteln. Bin aber noch nicht dazugekommen es zu spielen und drucken (es existiert bisher eigentlich auch alles nur in Textform).
Zur Auswahl gibt es bei mir aber 3 Charaktere:
Ritter
Zauberer
Elf
mit folgenden Werten:
Ritter:
Kampf: 3 Schild: 2 Leben: 8 Gold: 0
Nur Nahkampf (mit einem Bogen aus dem Suchstapel natürlich auch einen Fernkampfangriff mit 1 möglich)

Zauberer:
Schild: 2 Feuerzauber: 2 Heilzauber: 2 Leben: 5 Gold: 2
Der Feuerzauber ist der Angriff für den Zauberer auf 2 Felder Reichweite mit 2 kampfwürfel.
Der Heilzauber wird ebenfalls mit 2 Kampfwürfel geworfen

Elf:
Kampf: 2 Kampf: 2 (Fernkampf) Schild: 2 Leben: 6 Gold: 1
Der Elf hat als einziger Fern + Nahkampf

Jeder kann in einem Zug folgendes Tun:
Bewegen, Aktion, Suchen (beliebige reihenfolge)
Bewegen ist ganz einfach 1w6 werfen wobei daraus eventuell auch 1w6+3 wird, kommt darauf an ob es der ganze kleine versteht.. :P
Aktion ist entweder Kämpfen, Heilen, Feuerzauber usw.
Suchen ist eine Karte vom Stapel nehmen.
Im Suchstapel gibt es folgendes:
Goldkarten, Fallenkarten, Gegenstandskarten und Monsterkarten.
Gegenstände verbessern den Heroen für diese Quest (Schwert +1 Kampf, Rüstung +1 Schild, Lebenstränke +1 und +2, Bogen +1 Fernkampf).
Sie gelten nur für die Aktuelle Quest um lästiges aufschreiben zu sparen. Lebenstränke werden nach nutzung abgelegt.
Eine Falle fügt automatisch den verlust eines Lebens zu, die Goldkarten erhöht den Goldvorrat um 1 oder 2 und Monsterkarten setzen einfach ein Monster vor! die Tür.
Die Aufteilung ist folgendermassen geplant 6x Gegenstand, 7x Gold, 3x Monster und 6x Falle. Suchen ist nur möglich wenn kein Monster im _selben_ Raum ist. Jeder darf jeden Raum nur einmal durchsuchen (sonst gehen die Karten aus bei 7 Räumen, also mehr als 7 Räume wird es in keinem Dungeon geben, tendenziell eher 3-5^^).

Das Gold hat folgende Möglichkeiten. Vor einer Quest können sich die Spieler damit besondere Gegenstände kaufen welche dann für die aktuelle Quest als Verbesserung gelten. Darunter sind zum Beispiel ein Schwert mit +1, ein Schild mit +1 eine Ritterrüstung mit +2, Ein Bogen mit +1 und ein Feuerzauber mit 3 Würfel und ein Heilzauber mit 3 Würfel. Dies ist vor allem um die Sache für den großen etwas interessanter zu machen und der kleine wird dann natürlich auch einkaufen wollen. ;-)

Achja 3 Charaktere deswegen damit meine Frau auch mitspielen kann. Nachdem unser zweiter bald 4 wird bin ich auch schon eine weile dabei Kindgerechte Comichafte Bildchen für die Suchkarten und die Heldenkarten zu basteln/suchen.
Wobei auch noch die Option besteht das alles im Legolook zu machen nachdem die Kids zur zeit auf Ninjago und Chima abfahren.. in dem Fall dann natürlich auch mit Legomännchen und einem "Modularen" kleinen Legodungeon. Aber nicht Heroica das ist alles zu klein.. wobei das natürlich auch komplett verfügbar ist aber über doofe Regeln verfügt, deswegen schwirren auch schon seid knapp 2 Jahren diese Ideen in meinem Kopf und auf einigen Notiz.txt files rum um aus Heroica ein Heroquest für die kleinen zu machen. ^^)

Es dürfen natürlich gerne Dinge übernommen werden. Und wenn ich eventuell demnächst zeit finde, kann ich mal die 3 Heldenkarten, Suchkarten und Kaufkarten präsentieren.
Achja für die Leben werden natürlich ganz einfach meine Herztoken welche ich bereits seid einigen Jahren in Heroquest verwende recycelt. ;-)
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Update:

Der Große hat wieder gespielt. Aber er hat eine Bedingung gestellt: ER wollte die Räuber steuern. Und ich muss sagen, das hat super funktioniert.

Zunächst hat er fein säuberlich aus dreien meiner Spielkartons ALLE Einrichtung aufgereiht. Dann hat er sich Orks, Landsknechte und Türen bereitgestellt und den Stapel Schatzkarten dazugelegt. Wie ein Profi hat er einen Eingang aufgebaut und immer das aufgestellt, was in dem neu betretenen Flur oder Raum war.

Sogar den Faden der Geschichte hat er weitergesponnen: Im ersten Abenteuer mussten die zwei eine Prinzessin retten, im zweiten den Räuberhauptmann fangen. Selbst ausgedachtes Ziel des dritten: Den geraubten Schatz der Prinzessin wiederbeschaffen (dabei handelte es sich übrigens um eine leere Base, die er im Karton gefunden hat). Den Zauberer hat der Jüngere gespielt.

Im letzten Raum fiel ihm auf, dass er ja immer nur einen Räuber als Gegner hingestellt hat und baute dann mal eben 4 Gegner auf. Was soll's - war ja schließlich die Schatzkammer. Und dann fand er die Base doch etwas wenig und hat noch einen Fallenmarker aus DnD dazugelegt. Ich musste mich so zusammenreißen ... :lol3:

Alles in allem hat er es für seine fünf Jahre sehr gut gemacht.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

@ADS:

Einen dritten Charakter brauchten wir bislang nicht. Meine Frau spielt nicht mit, also sind wir nur zu dritt. Unser Zauberer hat auch einen Angriffszauber, allerdings nur mit einem Würfel. Ein Schädel kann dabei aber nicht abgewehrt werden.

Gold gibt es zwar in den Schatzkarten, aber diese werde ich ersetzen. Meinen Jungs fehlt noch das taktische Gefühl zum Kauf von Ausrüstungsgegenständen. Deswegen wird es Ausrüstung zu finden geben, auf welcher die Anzahl der Würfel abgebildet sein wird, welche mit dieser Ausrüstung zu verwenden ist. Wobei - die finden es jedesmal toll, wenn einer Gold gefunden hat. Nach einer Verwendungsmöglichkeit haben sie noch nicht gefragt. Vielleicht lasse ich es einfach drin.

Mit Heldenkarten arbeite ich nicht. Die beiden sind so schon ziemlich abgelenkt durch den vielen Kleinkram. Je weniger vor ihnen liegt desto besser.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von ADS »

Also hier die Heldenkarte Symbole wie Schwert, Bogen, Schild stehen für Würfel. Herzen für entsprechende Marker.
Die Symbole stehen für die Würfel.
Das Startgold wurde gestrichen (hatte kein Platz auf der Karte^^)
Bild Bild Bild

Und hier mal ein paar Suchkarten:
Bild Bild Bild Bild

Kaufkarten:
Bild Bild Bild

Gespielt wird jetzt am Langen Wochenende erstmal mit Lego Heroica, und dann mal mt HeroQuest. ^^
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Die sind ja echt goldig ... :D Gefallen mir gut.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sisaroth »

Also mein Kleiner wird jetzt bald 4.
Eines abends, wir hatten gerade das Spielbrett aufgebaut und wollten loslegen, kam er aus seinem Zimmer geschlichen:"Papa ich kann nicht mehr schlafen". Da er wirklich putzmunter war, haben wir ihn eine Weile mit zuschauen lassen, bis er wieder müde war. Seitdem weiß er also, dass Papa so ein Spiel mit Monstern hat. Kurz darauf kam dann die Frage:"Papa, darf ich mit deinen Monstern spielen?" Ich habs ihm dann erlaubt und ihm eingeschärft nichts kaputt zu machen. Am Anfang hab ich ein bisschen aufgepasst und seitdem durfte er es schon ein paarmal holen.
Er nimmt immer alle Figuren und Möbel raus, stellt sie auf, ordnet sie und fragt mich wie die heißen und ob die gut oder böse seien. Dann spielt er halt mit ihnen wie mit seinen Playmobilfiguren Gut gegen Böse. Bei ihm sind dann halt auch mal welche von den Monstern tot, das heißt er spielt das selbst so. Von daher denke ich nicht, dass es ihm Albträume bereiten würde, wenn wir es mal "richtig" spielen. Ich denke, ich probiers mal so in 2 Jahren mit den europäischen Regeln.

Zum Thema Märchen: Mein Sohn bekommt von mir seit er ungefähr 2 ist, jeden Abend eines vorgelesen. Hab mir dazu das große Grimms Märchenbuch gekauft. Sind so an die 200 Märchen drin, von den meisten hatte ich bis dahin selbst nie was gehört. Je nach Grausamkeit (manchmal sind die echt heftig, z.B. enthauptet in einem Stiefmama das Kind, kocht es und die anderen essen es) mildere ich die Geschichten halt ab oder lasse was weg. Wenn Böse tot sind, hat er kein Problem, nur Gute dürfen net sterben.
Oink, Oink, Oink, wo seid ihr kleinen Orkschweinchen? :zwerg: :ork:
-Boindil Zweiklinge, König der Zweiten-
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Noch mal ein Update:

Letztens haben wir wieder eine Runde gespielt. Mein Großer war wieder Spielleiter. Diesmal ist ein Bogenschütze gekidnapped worden.

Während des ganzen Abenteuers gab es nur zwei Gegner: Einen, der schon in einem Raum stand, als wir die Tür öffneten und ein streunendes Monster. Dem Großen geht es wohl eher um das Aufbauen des Brettes. Aber das macht er gut.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Goregrinder »

Ich glaube, der Fokus, den man beim Spiel mit kleinen Kindern legen sollte ist dergestalt, das das Spiel sehr gut Teamwork fördern kann, jenseits einer Metzelorgie in dunklen Verliesen. Sicher, man muss im Original Monster mit roher Gewalt besiegen. Aber für eine Kinderversion muss man sie ja nicht zwingend töten, man könnte sie ja auch vertreiben. Sie fliehen dann, rennen weg, kriechen zurück in Ihren Unterschlupf. Was das Ableben von Helden angeht, so kann man z.B. á la Maus und Mystik sagen, das sie gefangen genommen werden und sich mittels gelungenem Stärketest befreien können. Allerdings verlieren sie jedes Mal einen Teil ihrer Habseligkeiten. Auch würde ich sagen, das die Kids sich in Ihrer Fantasie keine Metzelorgien vorstellen. Treffer sind eben Treffer und der Effekt ist, das ich zu schwach bin, mich gegen die Schergen/Monster zu wehren und dann haben sie mich. Aber ich kann mich wieder befreien. Und wenn der Kumpel mithilft, wird die Probe sogar einfacher. Und die Menge der Monster kann man auch reduzieren. Ich denke auch, das wenn man den Rahmen eines Fantasysettings betont, haben die Kids am wenigsten Probleme damit, sich in diese Welt zu denken, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ich denke, das unsere Kinder durch uns und unsere Hobbies schon genügend Fantasy/Sci-Fi quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben, sind sie, was die Erwähnung von Monstern angeht, schon ein wenig sagen wir abgehärtet.

Ich bin auch in der Situation, das ich mir überlege, meine Beiden (Mädchen mit 7 und Junge mit 5) ein wenig an das Thema heranzuführen. Sie spielen gerne, ebenso wie ich. Wenn ich dann einen Spieleabend mit Freunden veranstalte sehen sie oft diese "tollen" Figuren, sei es Zinn-/Plastikmodelle, Raumschiffe, Geländeteile, ... Damit umzugehen fasziniert sie.

Was HeroQuest ion meinen Augen bietet, ist die Chance, anders als bei uns Erwachsenen (wir sollten das schon draufhaben), den Gedanken an Teamwork aktiv zu fördern. Sicher, man muss einige Questen ein wenig umgestalten, aber man kann wunderbar Dilemmasituationen erschaffen, in denen sich das Team entscheiden muss, was es als nächstes tut. Und das Team kann gehörig unter Druck geraten, wenn es darum geht, wer den letzten Heiltrank bekommt, wie Schätze aufgeteilt werden oder wer für das erbeutete Geld nun welche Sachen in der Stadt kaufen kann (sprich wie sehr nützt das dem Team). Diese Prozesse kann man als Erwachsener unterstützen, in dem man z.B. die Diskussion führt oder gezielt Fragen stellt wie "wäre es nicht besser, der Magier bekommt den Heiltrank, wird er nicht so schwach und wird deswegen nicht so schnell von den Monstern gefangen".

Zusammenfassend: mit teamorientierten Questen und ein wenig Angleichungen dürfte es sogar förderlich sein, HQ zu spielen, da die Kids lernen, Probleme im Team zu lösen und ausserdem findet Kommunikation statt!
Vielleicht schaffen wir Eltern, die wir hier diskutieren, unsere Ideen und Erfahrungen zu bündeln und in ein Heft/PDF zu gießen, für Interessierte, die Community und nachfolgende Generationen! =)
We’re all stories, in the end… just make it a good one, eh?
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Eredrian »

Ich muss sagen Kinder-Quest ist super.

Damals als das Spiel rauskam war mein Bruder 7 Jahre, meine Schwester 1 Jahr und ich 10. [In dem Alter haben mein Bruder und ich uns auch durch das Kartonlayout zum Figurenbemalen hinreissen lassen. :ok: ]
Da wir mit Eltern und Onkel regelmäßig gespielt haben, war das ein riesen Familienevent (mit Wink an deine Gattin Taunuskrieger) mit vielen schönen Abenden, sowohl für die kleinen Kinder, als auch für die großen Kinder Ü18. Selbst meine Schwester war da aktiv und hat schonmal die Würfel gerollt, die größte Gefahr, die von Skeletten und Orks ausging, war sie in den Mund zu stecken. (Sie hat erst später das Interesse daran verloren.) :mrgreen:
Bei den ganzen Cowboy-und-Indianer, Transformers, He-Man und Co kam uns nie Gewaltverherrlichung oder Horrorszenarien in den Sinn, als vielmehr die Anregung der Fantasy.

Neben der ganzen Atmösphäre haben mir damals eigentlich die Geschichten sehr viel Spaß gemacht, zB Grins Kartenstücke zu sammeln, da war das Metzeln fast schon Nebensache.
Danach gings dann meist ins Bett und wir kamen ohne Gute-Nacht-Film aus. Ob danach am Tisch noch fleißig weiter gewürfelt wurde, vermag ich heute nicht mehr genau zu sagen.


Daher kann ich allen Rekrutierern nur Lob und Mut aussprechen, weiter so! Es gibt doch nichts besseres was gemeinsam zu machen, dass auch wirklich allen Spaß macht.


Zum Abschluss hab ich dann noch ein paar Anregungen.
HQ ist ja nicht nur Hack & Slay, sondern auch ein Abenteuerspiel.
Wenn man sich zB Indiana Jones zum Vorbild nimmt, kommt man also auch mit viel Gelände und weniger Gewalt aus.

Kekse und Bonbons in der Keksdose auf dem Tisch werden schnell zur "Schatztruhe", die muss man halt suchen.

Zu Anfang kann ein Gefährte aufgestellt werden, der dann kurzfristig krank wird und die Helden müssen Medizin für ihn suchen (oder eben nicht).

Das Spiel kann man auch geschickt zum Lernen misbrauchen. Ein paar leichte Rätsel einbauen oder ein kleines Gedichtchen auswendig lernen, dass die letzte Tür öffnet. Geheimgänge und verborgene Dinge sind generell immer spannend und perfekt dafür geeignet.

Farbenrätsel:
Es gibt eine orangene Tür und einen roten, blauen und gelben Edelstein. Wie geht die Tür wohl auf?

Gen Weihnachten:
Der böse Weihnachtself verliert als Schatz ein Backrezept für Kekse, das man den Kleinen direkt in die Hand drücken kann...
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Legolas »

Hallo alle zusammen,

interessant das es einigen so geht wie mir.
Mein Kleiner ist im August 3 Jahre geworden.
Er will immer Papa sein Spiel spielen.
Nach kurzer Eingewöhnungsphase klappt das mit den
Figuren und Möbeln herausholen schon ganz gut, mehr
geht eben noch nicht.

Ich finde es toll die nächste Generation damit aufwachsen
zu sehen und nicht ständig mit den Handy´s machen zu lassen.


Viel Spaß und schöne Grüße

Legolas
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Zombie
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Zombie »

Hallo,

zu diesem Hobby habe ich im Jahre 1989 gefunden.
Habe mir damals gedacht: „Cooles Spiel, aber wenn du mal eigene Kinder hast, dann soll es noch ausgereifter sein als das hier in der Kiste…“

Bis heute spiele ich mit 2 alteingesessenen, privaten Erwachsenengruppen jeweils 1 (neues) Abenteuer im Jahr.

Vor 2 bzw. 4 Jahren haben meine Kinder das empfohlene Alter gemäß Spielkistenaufdruck (10-99 Jahre) erreicht. In den Jahren zuvor hatten wir uns auf einfachere Spiele beschränkt, wie z.B. Malefiz im Dungeon, incl. kleiner Zusatzregeln.

Bis heute können wir über 20 HQ-Nachmittage mit Klassenkameraden oder Familie (Cousin und Cousine) verbuchen. Darüber hinaus lassen sich 9 Spielnachmittage im örtlichen Jugendförderverein dazu zählen, zu denen in der Regel 9-14-jährige, abenteuerlustige Spieler erscheinen. Das macht in Summe 29 Abenteuer bzw. 13 gemischte Gruppen mit ca. 30 verschiedenen Kindern, von denen jeweils jeder mindestens einmal dabei war. Die Spiele dauerten incl. Regelklärung 3-6 Stunden.

Meine persönlichen Eindrücke:
Die Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum konzentriert an einem Spiel teilzunehmen, hängt ganz klar vom Alter ab und ist darüber hinaus von Mensch zu Mensch (bzw. Kind zu Kind) unterschiedlich stark ausgeprägt. Für einen Spielleiter ist das Spiel mit einer reinen Kindergruppe extrem fordernd. Nicht selten muss man die einfachsten Regeln dreimal erklären oder sich auf mehrere Fragen einstellen, die alle GLEICHZEITIG gestellt werden. Selbst wenn vor jedem Spiel darauf hingewiesen wird, dass es sich bei HeroQuest um TeamWork handelt, ist der Tipp nach dem Start schnell wieder vergessen. Das legt sich dann aber erfahrungsgemäß nach dem 2. Spiel.
Als Spielleiter findet man gerade in solchen „Anfängergruppen“ natürlich weniger Gefallen am Spielgeschehen. Auf der anderen Seite ist es erstaunlich, mit welchem Enthusiasmus die Kinder dann doch bis zum Ende mit dabei sind. Sie lassen sich während des Spiels zwar leicht von Nichtigkeiten ablenken, bleiben dennoch am Ball und wollen kein Ende.

Die im Rahmen des hiesigen Jugendfördervereins veranstalteten HeroQuest-Spiele im öffentlichen Jugendhaus haben auf einer Gemeinde-Ausschusssitzung kurzzeitig für Aufregung gesorgt, weil der Kulturausschuss sich nicht ausreichend über die Veranstaltung informiert gefühlt hatte. Man erboste sich darüber, dass es sich bei HeroQuest „um ein Tötungsspiel“ handele und PC Spiele nicht mit der Satzung vereinbar wären. Gottlob konnte man den Ausschuss darüber aufklären, dass in dem Aushang „Einladung zum HeroQuest“ ganz klar auf ein Brettspiel hingewiesen wird. Brettspiel = Harmlos. Somit fand sich das Angebot zum HeroQuest-Spiel selbst im Sommerferienprogramm des Jugendfördervereins wieder.

Hier einige der wichtigsten Regeln, die jedem Spielleiter ans Herz gelegt sein sollten, wenn er mit Kindern spielt:

- Würfeln nur mit Würfelbecher! Möglichst auf Kork-Bierdeckel. Fällt dann doch mal wieder ein Würfel vom Tisch, alle gemeinsam zum „Boah-ey“ aufrufen!
- Gib die Rassel niemals aus deiner Hand. Sag ihnen, die Rassel sei verflucht. Danach fragen sie tatsächlich nie wieder, egal, wie sehr sie zuvor gebettelt haben.
- Wenn Du kurz davor bist durchzudrehen, bau´ne kurze Pause ein. Bewährt: Hot Dogs!
- Fasse nach bedeutenden Momenten die Einzelheiten in spannender Erzählweise zusammen, so dass sich das Szenario in jedermanns Auge nochmal abspielt.

Dieses Einladungs-„Template“ erspart viele Erklärungen gegenüber den Eltern bzw. könnt ihr ggf auch nutzen:

Bild

Gruß
Zombie
Nikki_der_Barbar
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Nikki_der_Barbar »

Heroquest -unser neues Familienhobby!

Als Kind hatte ich STARQUEST und einer meiner Freunde HQ,
später fand ich zu Warhammer 40k, Rollenspiel etc. und dann blieb
alles viele, viele Jahre im Schrank......dann mal in der Bucht mehr aus Nostalgie HQ und ein paar Erweiterungen ersteigert
und sogar das Ganze mal kurz mit alten Freunden aufleben lassen, dann aber wieder ein paar Jahre gar nix, bis ich Ende letzten Jahres auf dieses Forum stieß..!!!!!

Ich bin total ausgeflippt, hab alles beigeschafft und mit meiner Freundin (total unberührt von allem was mit diesem Hobby zu tun hat) und ihrem kleinen Sohn- damals 7 jahre alt- angefangen HQ zu spielen.
Ehrlich gesagt waren wir total erstaunt wie gut das von Anfang an geklappt hat. Sicher mussten wir ihm hin und wieder ein bisschen auf die Sprünge helfen.
Anfänglich spielte er den Barbaren ohne große Probleme. Dieses Jahr fuhren wir zusammen zum HQ Treffen
und seitdem sind wir total im Fieber. Wir bauen gemeinsam an unserem eigenen Dungeon. Ich habe einige Figuren bemalt, sämtliche Räume aus Gipsmasse gegossen und modeliert etc.
Wir versuchen abends statt vor der Glotze zu hocken irgendwas für HQ zu machen...
Der Kleien, mittlerweile 8 Jahre alt, wollte unbedingt den Zauberer spielen.
Auch hier hat er uns echt überrascht. Ich dachte nicht, er sei in der Lage die Zauber zu lesen (der Junge ist in
der Grundschule) bzw. vernünftig anzuwenden. Aber das hat sich nach zwei, drei Spielen sehr gut entwickelt.
Mit dem Lesen war er ohnehin schon von alleine recht weit (ich bin der letzte Mensch der ein Kind drillen würde, gerade in schulischen Dingen) sodass er, wenn wir Drei spielen, den Zauberer und den Zwerg gleichzeitig spielt.

Wenn ich mir das Kinderprogramm im Fernsehen so ansehe dann soll mir hier keiner mit Gewaltverherrlichung kommen,

Ich finde das Hobby kreativ und für Jeden geeignet, gerade auch die Modellbauaspekte. Da ich einen kleinen
Handwerksbetrieb führe haben wir natürlich optimale Möglichkeiten wie Werkstatt, Werkzeug etc.
Momentan giessen wir jeden Morgen vor der Schule Bodenfliesen für unseren Dungeon. Das übernimmt der Kleine alleine (und ich kann länger schlafen :lol: )
Er ist dabei sehr gewissenhaft im Umgang mit den Formen und der Gussmasse, incl. dem anschliessenden säubern der Formen.

Wir versuchen ihn so viel es geht machen zu lassen. Beim Bau der Türen hat er die Grundformen mit der Dekupiersäge geschnitten.
Die Feinheiten übernehme ich und meine Freundin arbeitet zwischenzeitlich mit dem Dremel an den Strukturen.
Unsere Erfahrungen sind sehr positiv, die Grundregeln kinderfreundlich.
Was mir sehr gut gefällt ist, dass die Spieler bzw. Helden aufeinander angewiesen sind und zusammenhalten müssen.

Wie gesagt HQ hat unsere kleine Familie total bereichert und es ist so schön zu sehen, wie ein Spiel
aus meiner Kindheit weitergetragen wird.

Viele Grüße an Euch alle - Nikki_der_Barbar
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von CorranHorn »

Ich hab leider nix beizutragen. Außer:
"DANKE für deinen tollen Beitrag Zombie!"
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Lagoil
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Lagoil »

Hallo,

wenn ich das lese, bin ich total begeistert, bzw ich habe Hoffnung, dass auch meine Kinder, die erst 1 und 3 Jahre alt sind, sich für das Spiel begeistern können. Insbesondere der kleine Nebensatz, dass man im Dungeon auch Malefitzvarianten spielen kann, ließ mich aufhorchen.

Vielen Dank für eure Texte.

Gruss Lagoil
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Taunuskrieger »

Heute haben wir das erste Mal "richtig" gespielt. Und zwar die Questen "Das Labyrinth" und "Sir Ragnars Rettung". Wieder war der Große (jetzt 6 1/2 Jahre alt) der Spielleiter. Inzwischen kann er fließend lesen und war nach einigen wenigen Erklärungen zum Questplan in der Lage, diesen fast allein abzuarbeiten. Das Aufbauen nach Plan ging problemlos, manchmal hat er gefragt, ob man eine bestimmte Ecke vom Flur schon sehen kann, aber das war auch alles.
Nur ab und zu musste ich ihn bremsen, denn teilweise las er zu viel vor oder verriet, wo sich eine Geheimtür oder ein Schatz verbarg. Aber da ich die Questen sowieso schon kannte und der Kleine (inzwischen 5) die Andeutungen nicht verstand, war das auch nicht so wild.

Der Kleine hat übrigens mit Begeisterung den Zauberer gespielt. Wir spielen mit Mana, welches er sich über Würfeln wiederholen kann. Über eine Zeit war er etwas knauserig mit der Heilung (er hat den Barbaren [meine Figur] bis auf 2 KK bluten lassen), hat sich dann aber überzeugen lassen, dass er da am falschen Ende spart. Von ganz allein hat er sich immer hinter mir gehalten, hat selber entschieden, wann er Mana regeneriert, kämpft, läuft, sucht oder heilt - ganz fantastisch.

Ich war nach den zwei Abenteuern richtig glücklich: Die beiden haben toll gespielt und mir winken Zeiten, in denen ich wieder öfter spielen kann :ok: :dafuer:
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Dort gibts auch einen Link zum neuen Fantasy Game Quest Creator.
Mancini
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Mancini »

Das ist doch klasse. Das klappt mit meinen beiden Jungs, 11 und 7, auch super, nur muss ich die bösen Jubgs spielen.
Aber gut, zocken wir eben die Kampagne durch und ich bin der "Beinesteller".
Und wir spielen das durchaus schon so, dass ich es den Jungs nicht zu leicht machen will. Wir verwenden also die amerikanischen Monsterwerte und ich versuche schon mindestens einen Helden pro Quest aus dem Spiel zu kicken.
Das steigert dann schon auch das Spielerlebnis für die Jungs, auch wenn die Gesichter lang sind, wenn mal einer rausgenommen wird. Aber die Freude nach gewonnener Quest ist immer riesig.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Mophus »

Mein Ältester mit 4 1/2 war letztens ganz auf Das verrückte Labyrinth fixiert. Er hat das tagelang gespielt und neue Regeln erfunden. Dann habe ich ihm gesagt, dass ich auch ein Labyrinthspiel habe und Mal eine Runde HQ mit ihm gespielt. Ich habe dabei aber schnell gemerkt, dass das noch zu komplex ist und den Ablauf extrem vereinfacht.

Nun habe ich Heroica besorgt und er ist hin und weg. Die Dungeoncrawler-Gene des Papas sind definitiv vorhanden. Das Spiel und die Regeln sind absolut altersgerecht, auch wenn die Verpackung 7 Jahre empfiehlt. Er steigt voll durch und ersinnt sich neue Helden, Regeln und Tränke. Auch die Spieldauer ist mit 10-20 Minuten nicht zu lang.

Auf der Heroica Basis werde ich demnächst noch einmal HQ mit ihm versuchen. D. h. Würfel, Rucksack und Regeln von Heroica. Truhen, Särge, Miniaturen, Waffen/Tränke und modularer Dungeon von Papas Labyrinthspielen.

Fazit: Meiner Ansicht nach ist Heroica der perfekte Einstieg ab ca. 4 Jahren in das Dungeoncrawling. Für unseren fast 3 Jahre alten Sohn ist es noch zu komplex. Schade dass es nicht mehr fortgesetzt wird, aber die einzelnen Teile kann man für ein paar Euro gebraucht erwerben.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von HQ-Killy »

Endlich Ferien, endlich mal wieder Zeit für ein richtiges Abenteuer mit den Kids auf Arbeit...

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von HQ-Killy »

Muss Mal noch was erklären..
Also wir spielen auf meiner Arbeit derzeit ein bisschen intensiver. Über den Spielverlauf haben sich jetzt folgende Regeln entwickelt.
Wir spielen mit W6
Bewegen mit einem W6 ( incl. Boni und Mali aufgrund von X oder so)
Angriff und Verteidigung mit 2xW6
Mali entstehen z.B. durch Umzingelung.
Wenn ein Monster z.B. mindestens eine 7 braucht, benötigt es bei Umzingelung von allen Seiten (was auch eine Wand auf min. einer Seite beinhaltet) eine 8. Allerdings kann das Monster dann auch eine Panikattacke versuchen. Eine 10 trifft alle umzingelnden Gegner, die sich alle verteidigen müssen...
Ein Sechserpasch ist ein Volltreffer, der nicht abgewehrt werden kann.
Bei der Verteidigung hat der Sechserpasch den Effekt, dass der Verteidiger sofort einen Konter starten darf.
Werden Monster mit Feuerzauber oder anderen hochdestruktiven Zaubern erledigt ist auch der Gegenstand in deren Hosentasche futsch (ihr erinnert euch, bei mir werden Monster nach ihrem Ableben erstmal durchsucht). Somit muss der Zauberer genau überlegen, ob er auf den Fund verzichten will oder kann.
Der Zauberer hat bei mir unendliche Zauberkraft, ist aber total ungeschickt. Sein Würfel ist auch ein sechseitiger, mit allerdings 3 blanko Seiten. Die anderen Seiten sind die 1, 2 und 3. Nur die 3 ist ein Zauber mit vollem Effekt. Die Wahrscheinlichkeit ist also relativ gering.
Bei mir gibt's für jedes erlegte Monster eine Münze. Für jeder Herz, was ich als Mr. Evil den Helden abringe, müssen sie am Ende der Quest eine Münze zurückgeben...
Wenn im Beutel z.B. nur ein Stein gefunden wurde, kann man diesen auch werfen, hat also eine Distanzwaffe. Da ein Stein jetzt nicht so dolle ist, braucht man auch min. eine 9, um zu treffen.
Das System ist superschnell und vorallem super spaßig.

So, das isses erstmal.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von saM »

nicht ganz das Thema, aber auch nicht ganz daneben:
hat schon jemand - außer Zombie mit Malefiz - andere Spiele für HQ adaptiert?
ich bin momentan für "Das verrückte Labyrinth" und "Labyrinth der Meister" am knobeln und für alle Anregungen und bestehende Regeln offen. :D
Mut und Dummheit sind Zwillinge und werden oft verwechselt!
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Mophus »

Wehrter hat geschrieben: 13.01.2013 06:19 Da in den Quests das Erfüllen des Auftrags immer schwieriger wird, ist es nach und nach eine Notwendigkeit, daß man zusammen arbeitet (Teamgeist). Wiedersetzt man sich, muß man schnell lernen, daß man auf der Verliererseite steht. :mrgreen:
Ich bitte dich - das sind doch nur Sentimentalitäten von Spielern, die bei der Entscheidung, wer den Barbar spielt, den Kürzeren gezogen haben 8)
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Lagoil »

Hallo,

ich habe mein eigenes Monsterfitz für meine Kinder gebastelt. Es ist noch nicht fertig bemalt, aber wird gerne gespielt. Die Regeln ähneln Malefitz und gewonnen hat derjenige, der am meisten Edelsteine einsammelt.

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Hoffentlich gefällt es.

Gruss Lagoil :zwerg:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von saM »

Mir schon! SUUUPER!! :ok: :ok: :ok:
gibt es Sonderregeln?
erinnert mich daran, dass ich meine (immer noch unfertige) "Labyrinth der Ringe"-Version mal wieder rauskramen und irgendwie auch noch "Lotti-Karotti"-Fallen (nähestes Feld auf der tieferen Ebene oder so) einbauen könnte. :pfeif:
Ich bin auf die erste "Dungeon-Schach"-Variante gespannt, mit Bogenschützen, Ratten(reitern), (Turm-)Ogern,...... :wink:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Anderas »

saM hat geschrieben: 24.02.2019 10:19 Mir schon! SUUUPER!! :ok: :ok: :ok:
gibt es Sonderregeln?
erinnert mich daran, dass ich meine (immer noch unfertige) "Labyrinth der Ringe"-Version mal wieder rauskramen und irgendwie auch noch "Lotti-Karotti"-Fallen (nähestes Feld auf der tieferen Ebene oder so) einbauen könnte. :pfeif:
Ich bin auf die erste "Dungeon-Schach"-Variante gespannt, mit Bogenschützen, Ratten(reitern), (Turm-)Ogern,...... :wink:
Die Oger sind ja wohl die Dame. Also wirklich. :lol2:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von saM »

...und Goblin-Läufern.
Die Sache nimmt langsam Gestalt an! :lol3:
Mut und Dummheit sind Zwillinge und werden oft verwechselt!
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