Wie fotografiere ich am besten meine Miniaturen ?

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Wie fotografiere ich am besten meine Miniaturen ?

Beitrag von Scorp.ius » 14.04.2006 00:37

Tipps zum Fotografieren von Minis:

also ganz gute ergebnisse bekommt man schon mit recht einfachen mitteln. ich benutze immer meine ganz normale digicam (Sony 2.0 MegaPixel) mit eingeschaltetem Makro Modus. Der ist dafür da um Dinge ganz nah vor der Linse zu fotografieren. dann hast du allerdings ne sehr dünne Zone in der scharf abgebildet wird. um mehrere Minis auch hintereinander scharf abzulichten musst du dann weiter weggehen und den Zoom benutzen.

dann natürlich eine sehr gute beleuchtung. eine normale 40W Tischlampe wird häufig ein gelbstichiges Bild bringen (komt sicher auch auf die Birne an). Auf jedenfall solltest du die Lichtquelle aus der Richtung leuchten lassen, aus der du auch fotografierst.

Und der Blitz muss natürlich aus. ;)

So, das wäre grad alles, was mir spontan einfällt. ;)

Ok, BTT :twisted:

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Beitrag von Sanguinus » 14.04.2006 13:17

und wenn die verschlusszeit zu lang ist: cam irgendwo abstellen damit die bilder nicht verwackeln.
mit dem richtigen weißabgleich kriegt man auch den gelbstich weg (oder man entfernt ihn via digitaler nachbearbeitung).haben kompakte eigentlich einen manuellen weißabgleich?

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Beitrag von Psyborg » 18.04.2006 09:50

Ich fotografiere meist mit Stativ.
Und wenn es geht, ohne Blitz. Wenn man mehrere Lichtquellen hat, gibt es weniger Schatten. Makro-Modus ist bei mir immer an.
Ich hab ne ziemlich alte Sony Kompakt und mit der Bildqualität bin ich wirklich zufrieden.
Der Weißabgleich ist automatisch und arbeitet einwandfrei. Farbstiche hatte ich noch nie.

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Beitrag von Flint » 12.04.2007 09:58

Hier mal die Kopie einer Abhandlung, die ich einem Freund zum Thema Miniaturen-Fotografie geschrieben habe. Hoffe, es hilft auch Euch:


Viele Fotos sind leider immer etwas unscharf. Bei 3-5 Minis, die etwas versetzt stehen ist meistens nur die in der Mitte scharf, die anderen nicht. Es ist deutlich zu sehen, dass das dadurch geschieht, dass der Schärfetiefenbereich recht klein ist. So ist das Motiv im Vordergrund und im Hintergrund unscharf und nur ein Bereich von ca. 5 oder weniger cm ist deutlich zu erkennen. Dieser schmale Streifen nennt sich der Schärfentiefebereich. Die Breite des Bereiches ist von der eingestellten Blende abhängig, die wiederum ergibt sich in der Automatik-Einstellung der Kamera durch das vorhandene Licht . Eine Kamera im Automodus würde immer eine offenere (also kleinere Zahl) Blende bei kleiner Verschusszeit wählen, weil sie davon ausgeht, dass man Bilder in Bewegung machst. Das passiert beim Mini-Fotografieren aber nie. Also würde man durch das Schliessen der Blende (größere Zahl auf der Skala) den Bereich vergrößern, allerdings braucht die Kamera dann mehr Licht und ggf. eine längere Verschlusszeit. Das Schliessen (oder Öffnen) der Blende um einen Wert -beispielsweise von 5.6 auf 8- reduziert den Lichteinfall immer um die Hälfte.

Mehr Licht kann man oft nicht machen, deshalb könnte man im Setup die Filmempfindlichkeit (steht warscheinlich auch auf Auto) auf 400 ASA erhöhen. Ein Erhöhen der Empfindlichkeit von 200 ASA (Standardeinstellung) auf 400 ASA halbiert das benötigte Licht und bringt so eine ganze Blende. Ein Verwackeln des Bildes bei einer längeren Verschlusszeit kann man dann mit einem kleinen Tisch-Stativ und einem Fernauslöser umgehen.

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Beitrag von Xarres » 12.04.2007 11:32

Ich habe diesbezüglich einmal einen Artikel gelesen, ich glaube der war im GW-Fanworld Forum...

Da hat jemand beschrieben wie man das vernünftig ausleuchtet und wie man die Fotos möglichst Scharf bekommt.

Der Trick war wohl, dass man sowohl von den Seiten, als auch von oben beleuchtet. Es gab eine Bauanleitung, bestehend aus drei Schubladenrahmen, die als Konstruktionsrahmen für die Beleuchtung dienten. Über diesen Rahmen spannt man Butterbrot-Papier oder ähnliches material, besorgt sich lampenpassungen, birnen und Schrankrückwände. Diese werden in die Schubkastenrahmen verbaut und verkabelt.
Nun hat man drei Strahlerkästen, die ein großflächiges, gleichmäßiges Licht werfen und somit von den Seiten und von Oben alle Schatten aufheben.
Fotografiert wird das ganze dann mit einer digitalcamera auf Stativ. Makrofunktion an, ausrichten und dann den Selbstauslöser aktivieren, so verwackelt das Bild nicht.

---------

So stand es in etwa zumindest in dem Tutorial. Ich bestrahle seitdem meine Figuren mindestens von rechts und links, damit der Schattenfall etwas reduziert wird. Auch drücke ich nicht mehr selber auf den Auslöser, sondern lasse das den Timer machen (halte die Camera aber immer noch in der Hand da ich kein Stativ habe).
Ich bin mit den Fotos soweit sogut zufrieden.

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