Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

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Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Fantastikus » 24.10.2018 09:38

Hallo,

ich habe hier jetzt schon mehrfach Projekte/Threads von Leuten gesehen, die sich modulare, dreidimensionale Dungeons bauen, um damit HQ zu spielen.
Mich begeistert das sehr, aber ich bin dann doch ein wenig ahnungslos! :mrgreen:
Baut man die Räume und Gänge dann so, wie das Spielbrett es vorsieht oder erfindet man dann eigene Szenarien/Abenteuer für das Spiel?
Stellt man die Räume/Gänge dann auf das Spielbrett oder baut man das dann so auf?

Sorry, falls die Fragen etwas seltsam rüber kommen, aber ich bin da noch etwas ahnungslos und hoffe auf Aufklärung durch Euch! :D

Viele Grüße, Heiko
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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Sidorion » 24.10.2018 11:15

Ohhhh, hier gibt es so viele Ansätze wie modulare Dungeons.
Im Prinzip legt der Böse nur die Räume und Gänge aus, die die Spieler sehen können. Immer wenn ein neuer Raum betreten wird, wird dieser dazugelegt und dann die Möbel und Monster aufgestellt. Quasi ein wachsendes Spielbrett. Die Quests sind dann entweder vom Original konvertiert oder selber ausgedacht.

Fall 1: Flints HQ-Modular. Das ist im Prinzip nur ein zerschnittenes Spielbrett, wobei Flint alle Quests aus den kaufbaren Erweiterungen so umgebaut hat, dass man sie mit seinen Raumsets spielen kann. Das ist für Einsteiger ein sehr guter Anfang.
Fall 2: Zombies Dungeons. Das ist ein achteckiger Tisch mit einer drehbaren Vertiefung in der Mitte, in die er seine Abenteuermodule einsetzt. Diese sind dann grundsätzlich feste Spielbretter, die mit dem originalen nichts mehr zu tun haben, aber unglaublich liebevoll dreidimensional gestaltet sind. Die einzenen Abschnitte sind dann zunächst abgedeckt und werden geöffnet, wenn die Heroen neue Räume betreten.
Fall 3: Eredrians 3D Dungeon. Das ist ein Zwischending aus den beiden ersten, d.h. modulare Räume mit Wänden, die aneinandergereiht werden können. Leider ist der Thread schon ziemlich alt und alle Bilder sind dem Ikonoklasmus von Imageshack und Konsorten zum Opfer gefallen. Hier weiß ichs nicht genau, aber ich nehme an, er spielt mit eigenen Questen.
Fall 4: meine bescheidenen Versuche. Ich versuche, mit Flints HQM kompatibel zu bleiben, habe aber durch die Wände mit leichten Einschränkungen zu leben (wo Türen hinkönnen usw.). Leider sind auch bei mir auf den ersten Seiten Bilder erst durch Imageshack und dann durch Photobucket vernichtet worden und ein drittes Mal werde ich sie nicht woanders reinstellen (zumal ich die meisten leider selber nicht mehr habe). Ich habe in letzter Zeit ein System mit Karten eingeführt, mit dem dann sogar der Aufbau der Queste zufällig ist und man ohne Bösen spielen kann. Im Questheft stehen dann nur, welche Räume zu nehmen sind und wie die Spezialräume aussehen.

Am Besten, du schaust mal im Unterforum der Galerien rein.
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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Fantastikus » 24.10.2018 14:15

Das ist schon mal sehr, sehr interessant! Vielen Dank für die unfangreiche Antwort! :ok:
Die Vorgehensweise beim Spiel mit dem modularen Dungeon erinnert mich stark an den Spielmechanismus von "Descent". So bleibt das Spiel sehr spannend und die Spieler werden nicht vom gesamten Spielbrett abgelenkt.
Wie ich in allen Threads herauslesen konnte, wird viel bzw. alles selbst gebaut. Starke Sache! :ok:
Gibt es evtl. auch gewerbliche Hersteller von solchen Elementen?
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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Sidorion » 24.10.2018 14:51

Leider ja. Und viele Spieler kaufen sich das und sind hinterher enttäuscht :wink: Bei den meisten mangelt es an dem Blick für Details, und ich meine rein mechanisch (optisch sind alle sehr hüpsch).
Meist stehen die Mauern auf dem Feldrand oder auf der Kante zwischen zwei Feldern und nehmen damit wertvollen Platz für Figuren weg. Oder das System besteht aus lauter Kleinteilen und braucht ewig beim Aufbau. Oder es ist schlicht sündhaft teuer.
Größtes Manko (meiner Meinung nach) ist aber, dass all die Systeme da draußen auf zölligen Feldern basieren und so wirklich nur schmale Minis eingesetzt weden können. Bei Skirmishern oder Tabletops mag das gehen, aber für HQ wirds einfach zu eng. Es gibt einen Grund, warum wir hier i.d.R. 3cm-Felder benutzen (und die meisten auch noch Lücken zwischen den Feldern lassen) - Ich bin jetzt sogar auf 1,25 Zoll umgestiegen (das sind 3,175cm)
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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Fantastikus » 28.10.2018 12:45

Interessant! - Vielen Dank für die Infos! :ok:
Ich hatte nämlich ernsthaft überlegt, mir so etwas zu kaufen, um mir evtl. Arbeit zu ersparen, aber da erscheint mir das "Selbermachen" dann doch besser! :mrgreen:
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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Lagoil » 28.10.2018 21:41

Naja,
da muss man sich aber selbst gut einschätzen, ob man überhaupt fertig wird, oder ob das Basteln so viel Spaß bringt, dass man gar nicht ferig werden muss. Jedenfalls wünsche ich dir viel Spass beim Basteln.

Viele Grüße
Lagoil :zwerg:
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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Sidorion » 29.10.2018 08:15

Man muss ja nicht gleich voll 3D gehen, um modulare Dungeons auszuprobieren genügt am Anfang ein Drucker und etwas Pappe.
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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Flint » 31.10.2018 18:03

Zur Not mal über unsere Formen nachdenken... das Giessen ist relativ leicht...
Flint Eisenbart, Sohn von Brôn, Sohn des Andurin.

Offizieller Glöckner der Kirche der geheiligten und erleuchteten Stimmchenhörer :pfeif:

Die Homepage der HQ-Cooperation

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Re: Modulare Dungeons - Wie genau geht das?

Beitrag von Raven » 04.12.2018 17:56

Hallo

Die Ergebnisse eurer Gussformen sind unglaublich gut.
Bin neidisch auf die Leute die sie sich geholt haben.
Leider habe ich dafür zu wenig Platz.

Aber ich bin je ein Improvisator 8)
Ich habe da ja noch die Bodenteile von GW's Dungeonbowl (Bloodbowl).
Ein paar mal Kopiert und laminiert. Fotos werden bestimmt noch folgen. Wenn ich rausgefunden habe wie ich das hin bekomme auf dem iPad.
:kloppe:
Ist natürlich nicht so atmosphärisch aber es spart viel Platz und ist einfach zu transportieren. :wink:

Was im übrigen auch sehr gut geht, sind die Spielplanteile von Descent. :D
Und damit sind auch Außenareale gut machbar. :ok: oder eine Mischung aus beidem... :pfeif:

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