Musketenschütze

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Manollo
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Musketenschütze

Beitrag von Manollo »

Habe einen 28mm Musketenschützen erworben, der wunderbar zu HQ passt. Aber wie kann ich ihn regeltechnisch integrieren (Angriffskraft, etc.) und gibt es ne Regel bezüglich Schusswaffen und Bogenschützen z.B. freie Sicht oder ähnliches? Danke schon mal für die Hilfe und sorry, falls ein ähnlicher Beitrag bereits gepostet sein sollte..
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Sidorion
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

Ich würde ihn behandeln wie einen Armbruster. Die ersten Musketen kann man durchaus in Reichweite, Durchschlagskraft und Genauigkeit mit einer Armbrust vergleichen.

Die Muskete hat sich gegen den weitaus besseren Langbogen nur wegen der kurzen Ausbildungszeit durchsetzen können. Ein Musketier kann nach sechs Wochen eingesetzt werden, ein Langbogenschütze bedarf Jahre des Trainings um die wirklich starken Kriegsbögen bedienen zu können (100 Pfund Zugkraft waren keine Seltenheit, das durchschlägt 2,5cm Eiche).

Zu Regeln für die Sichtlinie durchforste am besten die Validationen, da gibt es einen Abschnitt über Fernkampf.

Ansonsten wäre die Frage besser im KFKA aufgehoben gewesen, denke ich.
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ADS
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Re: Musketenschütze

Beitrag von ADS »

Musketen funktionieren in meinem Regelwerk wie folgt:
Reichweite: Sichtbereich wie alle Schusswaffen (macht es schnell und einfach, Sichtbereich kann natürlich von anderen Heroen, Monster, Möbel usw blockiert sein)
Schaden: 4 Weiße Kampfwürfel + 2 Feste Schaden. Bedeutet eine Muskete mach immer mindestens 2 Schaden.

Desweiteren benötigt bei mir das Nachladen der Muskete eine Aktion Zeit heist wenn der Heroe seine Muskete laden möchte kann er in diesem Zug nur noch seine Bewegungsaktion ausführen. Kann also nur alle 2 Runden mit der Waffe Schiessen.
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CorranHorn
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Re: Musketenschütze

Beitrag von CorranHorn »

Ich persönlich bevorzuge die Lösung von ADS bzgl. der Nachladezeit und des erhöhten Schadens. Allerdings gefällt mir der Autohit=2 nicht. Hier nutze ich lieber Würfel mit Doppelschädeln, um das besondere Schadenpotential zu unterstreichen, aber auch die Ungenauigkeit zu zeigen.
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Sidorion
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

Welches Schadenspotential? Wir reden hier von einer Muskete, nicht von einer .44er Magnum mit panzerbrechender Muni.
Vor der Erfindung des Miniè-Geschosses mitte des 19. Jahrhunderts hatten die Musketen eine effektive Reichweite von 50 Metern. Bei einer Schlacht richteten vielleicht 5% aller abgeschossenen Projektile Schaden an Mensch und Material an.
Bedingt durch die Pulverablagerungen im Rohrinneren mussten die Kugeln einen kleineren Durchmesser haben um in endlicher Zeit geladen werden zu können (Ansonsten hätte man einen Hammer gebraucht). Dadurch strömt eine große Menge des Explosionsgases and der Kugel vorbei, was zwei Effekte hat. Erstens ist die Mündungsgeschwindigkeit relativ niedrig und zweitens tritt die Kugel in verwirbelte Luft aus. Dadurch wird sie zwangsläufig abgelenkt. Zudem waren die Läufe innen glatt, die Kugel hatte also auch keinen Drall, der die Flugbahn hätte stabilisieren können.
Mit den Dingern kannst Du auf 5 Meter vorbeischießen und auf kürzere Distanzen ist durch den Feuerstoß eine Kugel unnötig, die Verbrennungen richten genug Schaden an.

Wenn überhaupt würde ich mit fünf Würfeln werfen lassen und zwei Schädel abziehn.

Gut trainierte Musketiere konnten 5-7 Schuss pro Minute abgeben, was in etwa der Schussfrequenz der englischen Langbogenschützen entspricht. Eine Nachladezeit erscheint mir unnötig.
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Re: Musketenschütze

Beitrag von CorranHorn »

OMG - hab's ja verstanden, du hast mehr Ahnung von der Materie als ich :roll:

Wir sind übrigens gar nicht weit auseinander, ich halte Autohit=2 auch für übertrieben. Steht da sogar.

Zur Kadenz: Freund Google behauptet dass ein Langbogen "unter optimalen Bedingungen" 12 Schuß pro Minute macht. Und ich bezweifle, dass die "allerersten" Musketen mit "geringem" Schadenspotential zu Anfang der Entwicklung auf 5-7 "unter optimalen Bedingungen" kamen. Whatever... da gibt es ewig viele Meinungen und wenn wir uns nicht gerade zum Vergleichsschießen treffen wollen, dann wird die Diskussion ungeklärt bleiben. Blubb.

Hier wurde gefragt wie man es regeln kann. Und in diesem Forum regelt es doch jeder wie er mag.
Ich spiele eine Muskete im Dungeon halt lieber als "alle-2-Runden-alles-oder-nix" Waffe mit variierender Reichweite. Angelehnt an WH.

Andere sehen das halt anders.
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Sinthoras
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sinthoras »

Das sehe ich auch so. Andernfalls müsste der Bogen/ die Armbrust whatever teurer sein als die Muskete bzw. die Muskete sollte die erste verfügbare Fernkampfwaffe sein. In allen mir bekannten Fällen sind Pulverschusswaffen jedoch stärker toller teurer und somit erst später verfügbar. Also wer ne Muskete mit der Sonderregel, dass nur jeder 5te Schuss trifft spielen will, sollte die den Heroen vielleicht für 10 Gold anbieten :kloppe:
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ADS
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Re: Musketenschütze

Beitrag von ADS »

Sidorion wenn du schon soviel zu dem thema zu wissen scheinst. Sollte dir auch bekannt sein das Pulverwaffen Wunden zu diesen Zeiten wesentlich gefährlicher und tödlicher waren als alle anderen Arten von Gefechtsverletzungen allein schon dadurch das jede menge dreck/Kleidungsreste mit dem Geschoß in den Körper eindrangen und somit meist einen tödlichen Ausgang hatten wogegen Pfeil/Bolzen Wunden wesentlich einfach zu behandeln waren.
Diese Auswirkungen simuliere ich einfach mit den +2 DMG. Ich setze ja solche Spielzeuge auch gegen die Heroen ein und die haben bekanntlich mehr als nur 1-3 KK. ;-). Und wenn ein Spieler alle 2 Runden einen Ork und Gobbo Autokillen will, warum auch nicht? Deswegen sind das die Heroen und das meiste was ich als SL aufs Feld stelle sind Mooks. Und das leben der heron ist schon hart genug in meinen Dungeons of Doom Bild.
Und wenn ich die Muskete regeltechnisch gleich stelle wie ein Bogen / Armbrust dann brauch ich diese nicht. Weil für was eine zusätzlcihe Schusswaffe wenn sie sich nur durch den Namen von anderen unterscheidet.
Deswegen kann das Ding ordentlich Monster/Heroen penetrieren aber dafür nur alle 2 Runden. ^^
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Sidorion
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

@Sinthoras: Natürlich ist die Muskete in der Herstellung (und Gebrauch) teurer als ein Bogen, obwohl sie ihm in allen Punkten unterlegen ist, allerdings ist ein Musketier weitaus billiger, als ein Bogenschütze.
Ausbildungskosten und Verfügbarkeit waren der einzige Grund, warum sich Schusswaffen durchsetzen konnten. Das habe ich mir nicht ausgedacht, das ist historisch belegt.
Ein Bogen tötet lautlos einigermaßen präzise und verlässlich auf 200 Meter (selbst ich schaffe es, ein Ziel von 1m Durchmesser zu treffen). Eine Kugel aus einer Muskete verursacht, wenn Du Pech hast, nach 50 Meter nur noch eine Prellung, falls Du überhaupt triffst, und verursacht dabei auch noch einen Höllenlärm. Auch das habe ich mir nicht ausgedacht sondern ist belegbar (historische Schussproben, die Preußen haben da einiges probiert).
Warum in Regeln für Spiele diese Waffe als ein Wunderwerk an Vernichtungspotential hingestellt wird, kann ich Dir allerdings nicht sagen, ich weiß nicht, wo die Regelschreiber ihre Weisheit herholen. Wahrscheinlich aus Deinem Preisargument - teurer ist besser. :mrgreen:

@ADS: Da hast Du völlig Recht, allerdings machen sich diese Auswirkungen (Wundbrand usw.) erst Stunden bis Tage später bemerkbar. Zudem sehe ich durch solch hohe Schadenszahlen die Gefahr einer Inflation auf dem Brett. Da gibts dann bald Titanrüstungen, die pauschal zwei Schaden abziehen oder solche Sachen. :pfeif:

Ich hab über den Schaden nochmal nachgedacht: Ich denke, fünf grüne Würfel triffts am besten. Der Durchschnitt ist leicht höher, als beim Bogen (1,66 Schädel statt 1,5), die Streuung aber deutlich größer.
Hier ist einerseits berücksichtigt, dass falls die Muskete trifft es wirklich zu ernsten Schäden kommen kann (max 5 Schädel), dies aber eher selten eintritt.
Auch ist berücksichtigt, dass man oft danebenschießt oder das Ziel nur streift (häufig 0 oder 1, seltener 2 Schädel). Dann kann die Muskete auch jede Runde eingesetzt werden, ohne die Balance zu gefährden.
Der Preis betrüge hier übrigens 1950 Gold. Bei Einsatz alle zwei Runden würde ich 40% davon ansetzen, also 780 Gold.
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Re: Musketenschütze

Beitrag von ADS »

Sidorion hat geschrieben: @ADS: Da hast Du völlig Recht, allerdings machen sich diese Auswirkungen (Wundbrand usw.) erst Stunden bis Tage später bemerkbar. Zudem sehe ich durch solch hohe Schadenszahlen die Gefahr einer Inflation auf dem Brett. Da gibts dann bald Titanrüstungen, die pauschal zwei Schaden abziehen oder solche Sachen. :pfeif:
Wie gesagt Muskete und Pistole haben bei mir den identischen Schaden, und bislang gab es keine Balancing Probleme. Und da wir nicht die Zeit haben Wundbrand und ähnliches zu simulieren gibt es bei mir einfach Instant 2 Schaden Wundbrand zum treffer dazu, und das ganze sogar noch kostenlos. :mrgreen:
Und zum thema Titanrüstung, das bleibt jedem selbst überlassen was er an Overpowerte Rüstungen bringt. Bei mir gibt es sowas nicht.
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

ADS hat geschrieben:Instant 2 Schaden Wundbrand zum treffer dazu
Was ist damit eigentlich gemeint? Bekomme ich zum Würfelwurf zwei Schädel dazu, die extra verteidigt werden müssen oder erhöht sich der Verlust von Körperkraft um zwei, falls ein Schädel nicht abgewehrt wurde?
Beispiel:
Angreifer wirft einen Schädel, Verteidiger einen Schild. Im ersten Fall gäbs jetzt zwei Schaden, im zweiten Fall wäre der Angriff komplett abgewehrt.

Der erste Fall wäre mbMn hoffnungslos op. Dann muss man das Ding ja nur noch in die ungefähre Richtung halten und abdrücken.
Falls Du den zweiten Fall meinst, kann ich da mitgehen. Dann muss man ja erstmal Schaden machen, damit der Bonus zieht.
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Re: Musketenschütze

Beitrag von ADS »

Nein das Ding macht einfach 2+4KW Schaden. Also 2-6 Schaden. Die aber ganz regulär verteidigt werden können.
Und nein die Muskete ist nicht Hoffnungslos überpowert. Klar für Gobbos gibt es da den Instantkill mit KK1 und 1 Würfel Verteidigung.
Aber who cares, gobbos sind Mooks, genauso wie die meisten anderen Gegner auch. Dafür sind sie aber auch viele.
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Sinthoras
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sinthoras »

Sidorion hat geschrieben:Warum in Regeln für Spiele diese Waffe als ein Wunderwerk an Vernichtungspotential hingestellt wird, kann ich Dir allerdings nicht sagen, ich weiß nicht, wo die Regelschreiber ihre Weisheit herholen. Wahrscheinlich aus Deinem Preisargument - teurer ist besser.
Ja, aber so funktionieren derartige Spiele nunmal. Du hast sicherlich Recht mit allem, was du schriebst. Aber wollen wir hier HeroQuest oder eine historisch korrekte Simulation spielen? :wink:
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

@Sinthoras: Natürlich HQ, aber wir müssen ja nicht jeden Fehler widerholen, den andere gemacht haben :lol: Das ist ja gerade das Schöne an diesem Spiel: Variation ohne darüber nachdenken zu müssen. Muss denn eine Muskete zwingend andere Werte als eine Armbrust haben? Es spricht doch nix dagegen, den Kerl einfach mit drei Würfeln angreifen zu lassen. Dann nimmt er die Muskete einfach aus Stylegründen.
Ich hab auch nie die Diskussion um den Zweihänder verstanden. 4KW wie ein Kriegsbeil und gut ist. :wink:

@ADS: Nicht OP? Ein Kriegsbeil hat 4W Angriff, macht im Schnitt 2 Schädel. Dein Teil macht im Schnitt 4 Schädel, mindestens aber so viel wie ein durchschnittlicher Angriff mit einem Kriegsbeil :shock:
Nenn mich altmodisch, aber ich denke, eine zweihändig zu führende Axt macht doch etwas größere Löcher, als so eine kleine Bleikugel oder feuert das Ding Klaviere ab? :kloppe:
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Skullhamma
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Skullhamma »

Ahhhh... das erinnert mich daran, wie wir damals in der Schule diskutiert haben, ob ein Schiff der Galaxy Klasse (nennen wir es einfach Entreprise) dem Angriff eines imperialen Sternenzerstörers standhalten könne... und wenn, ja - wie lange? Mann (Ja, es waren nur Männer) musste natürlich in den Kalkulationen mitbedenken, ob eine Blasterbatterie die gleiche Schadensumme aufbringt wie eine Phaserbank, ob die Schilde der Förderation stark genug sind und ob ein Sith-Lord mit Hilfe der Macht Photonen-Torpedos ablenken kann.

Meistens war das der Moment, in dem die Mädchen in der Klasse wissen wollten, ob es Sinn macht, über ein Fantasy/Science Fiction Szenario zu streiten und dabei Logik zu bemühen!

Wir haben als Antwort zumeist den Kommunikator an unserer Star-Trek Uniform piepen lassen, die Augen verdreht und weitergemacht. Warum zur Hölle war das Nerdtum in den 90ern noch uncool? Die Welt ist furchtbar ungerecht. ;)

Weitermachen, Jungs! :)
Wenn man einem Feind den Schädel vom Rumpf schlägt, dann ist es barbarisch. Macht man daraus ein Trinkgefäß, dann ist es Kultur.

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Sinthoras
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sinthoras »

Skullhamma hat geschrieben:Warum zur Hölle war das Nerdtum in den 90ern noch uncool? Die Welt ist furchtbar ungerecht.
Das ist es leider immer noch :roll:
Sidorion hat geschrieben:. Muss denn eine Muskete zwingend andere Werte als eine Armbrust haben?
Das kommt darauf an, was die Muskete bezwecken soll. Wenn du quasi nur ne weitere Fernwaffe für die Heroen haben und nicht xmal die Armbrust ins Spiel packen willst (also Abwechslung reinbringen), dann ist es natürlich voll okay, wenn die Waffen die selben Werte haben (soll sich ja nicht spielerisch, sondern optisch unterscheiden). Doch meist werden doch neue Waffen mit ins Spiel integriert, um den Heroen die Möglichkeit bzw. das Gefühl zu geben, stärker zu werden und bessere Ausrüstung zu kaufen. So etwa auch im konkreten Fall von ADS´Regelwerk. Die Muskete und die Pistole MÜSSEN also stärker und somit auch teurer sein, sonst machen sie da keinen Sinn :wink: Wenns dich beruhigt kannst du ja für dich die Werte von Armbrust und Muskete vertauschen, sodass die Armbrust stärker wäre :ok:
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Sidorion
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

Keinesfalls, zumindest nicht lange.
Das fängt schon damit an, dass die Pappnasen von der Föderation immer erst drei Salven vom Gegner abwarten müssen, bis sie das Feuer erwidern dürfen.
Dann hat sie nur zwei Phaserbänke und die Zielerfassung könnte ein Affe mit Joystick besser hinbekommen (mit verbundenen Augen). Mal ehrlich, hast Du jemals gesehen, wie die beim ersten Schuss was getroffen haben (gut, den Borgwürfel, aber das gab ja nichtmal nen Kratzer im Lack)?
Außerdem ist sie kein Trägerschiff, d.h. keine Jägerunterstützung. Die Tiefighter schießen einfach die Impulstriebwerke kaputt, dann ist sie manövrierunfähig. Den Rest erledigen die schweren Batterien vom Mutterschiff.
Zum Thema "Mit der Macht Photonentorpedos ablenken" kann ich nur sagen, dass das auch nur bessere Raketen sind und die Größe spielt dabei keine Rolle, die Technik zählt (That's what Yoda said).

Allerdings sind die Jungs auf der Enterprise 'die Guten' und das Imperum 'die Bösen', also werden sie einfach die Tech mit der Tech techen, damit die Tech die Tech techt und gewinnen trotzdem. :mrgreen:
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Skullhamma
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Skullhamma »

Lieber Sidorion, ich zitiere hier einfach mal Rocko Schamoni (leicht abgewandelt):

"Waffenwissensmäßig hast du hier voll gepeakt." ;)
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Re: Musketenschütze

Beitrag von CorranHorn »

Noch ein Punkt zum Goldpreis für Schwarzpulverwaffen. Prinzipiell müssten diese ja teurer sein als vergleichbare Armbrüste oder Bögen. Wie bereits erwähnt gefällt mir ja der "Alles-oder-nix" Gedanke bei Umsetzung dieser Waffen. Ich bleibe also dabei, dass es aus meienr Sicht am besten passt, wenn Schwarzpulverwaffen in HW potentiell großen Schaden anrichten, allerdings uzuverlässig und langsam sind. man könnte sogar noch weitergehen und Fehlfunktionen (2 oder mehr schwarze Schilde) betrachten. Dann können sie sogar preislich sehr ähnlich zu bestehenden Waffen sein und bieten echte Abwechslung.

Übrigens habe ich auch mal ein bisschen recherchiert und war überrscht zu entdecken, dass gezogene Läufe bereits im Jahr 1450 erfunden wurden. Es passt also sehr gut zum Hochlandjahgdgewehr des Imperiums oder hochwertigen Zwergenmusketen, wenn diese technologisch "fortgeschritten" sind.
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

Das ist korrekt, gezogene Läufe wurden aber nur bei Jagdwaffen eingesetzt (Und eine Waffe mit gezogenem Lauf ist strenggenommen keine Muskete - die hatte einen Glattlauf). Diese Jagdgewehre waren auch weitaus präziser und weitreichender, als die herkömmliche Soldatenmuskete. Das erklärt auch sehr schön, warum eine kleine Einheit von Privatleuten im Unabhängigkeitskrieg das ganze englische Heer aufhalten konnte. Die haben einfach auf große Distanz die Offiziere gekillt.
Durch das Pulver blieben aber Rückstände im Lauf zurück, die das Kaliber verkleinerten. Das führte dazu, dass die Kugel nur mit roher Gewalt in den Lauf eingebracht werden konnte. Dadurch haben sich die Ladezeiten extrem erhöht.
Für einen Scharfschützen kein Problem, aber in der Schützenlinie einfach tödlich. Selbst die anfangs üblichen Papierpfropfen (Schusspflaster) wurden später weggelassen damit die Kugel einfach so in den Lauf fallen konnte.

Die erste 'Muskete' mit gezogenem Lauf, die großflächig beim Militär eingesetzt wurde, ist die Enfield Rifled Musket ab 1852, die mit einem Minié-Geschoss geladen wurde. Diese Projektile hatten zunächst ein kleineres Kaliber, wurden aber duch die Explosion hinten aufgedrückt. Dadurch entfiel der Nachteil der langen Ladezeiten.

Wir haben es also mit zwei völlig verschiedenen Waffensystemen zu tun:
Einerseits eine hochpräzise Waffe mit hohem Schadenspotential, aber sehr langen Ladezeiten (Das wäre dann ADS' Variante - Jagdbüchse), andererseits eine schnell zu ladende Muskete, der es aber an Präzision und Reichweite mangelt (mein Vorschlag mit den fünf grünen bzw. was armbrustähnliches)

Und was wir alle noch in der ganzen Diskussion vergessen haben: Pulverdampf. Eigentlich müsste jedem Kombattanten ein Würfel abgezogen werden, nachdem so eine Muskete abgefeuert wurde, weil keiner mehr was sehen kann :kloppe:

p.s. Lustigerweise geht man heute wieder zu Glattläufen über. Die Kanone vom LeoII, die auch im Abrams-Panzer steckt, hat einen glatten Lauf, weil man damit auch Boden-Luft-Raketen abfeuern kann. Denen wird sonst übel von dem vielen Getrudel. :mrgreen:
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Tannemann »

Nur mal als kleiner Einschub:

hat sich schon mal einer die Mortheim-Schusswaffenregeln angeschaut? Evtl. kann man da das eine oder andere adaptieren...

Nochn Einschub: Ich meine ich hätte es bei mir so gelöst, dass ich zusätzlich zu den Kampfwürfeln und garantierten Schaden einen Zahlwürfel geworfen habe, der ausssagt:

- ob ein Treffer vorliegt
- Vorbeigeschossen wurde
- Ladehemmung besteht
- oder ein Rohkrepierer passiert, bei dem der Schütze und angrenzende Figuren Schaden nehmen.

Machts spannend und erhöht das Risiko für nen Schuss.

Genau weiss ichs nicht mehr, denn das hab ich mir vor 3-4 Jahren überlegt und die Schützen sind noch nicht zum Einsatz gekommen, weil ich meinen Helden den Geldhahn zugedreht hab. (Die Feuerwaffen Gefolgsleute hab ich teuer gemacht. (Nachdem die sich hochgerüstet hatten durch die ganze Kohle und gemosert haben, das die Monster einfach zu leicht sind), hab ich einfach den Kohlehahn nur noch tröpfeln, lassen die Schicksalskarten machten den R(o)est ;). Nu knapsen Sie und sind schon froh, wenn Sie ihre Ausrüstung reparieren können. :twisted:
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Re: Musketenschütze

Beitrag von CorranHorn »

@Tannemann
Zusätzlicher Würfel? :abgelehnt: HQ hat doch gerade die Eigenschaft, dass man in einem Würfelwurf den Treffer und den Schaden vereint, ebenso wie man in einem Wurf die Parade/Ausweichen und den Rüstschutz vereint. Zumal man die Fehlfunktion im gleichen Würfelwurf auch integrieren kann. Beispiel hatte ich ja bereits gegeben. Davon mal ab, wo ist der Unterschied zwischen einer Fehlfunktion und einer Ladehmmung bei einer einschüssigen Muskete? :wink:

@Sidorion
Perfekt! Deine Beschreibung passt ja geradezu ideal zu der Waffe wie sie mir vorschwebt. Also kann ich sowohl ein Hochland Longrifle als auch imperiale und zwergische Musketen umsetzen. Und Pistolen, und Bündelmusketen... interessant, laut Lexicanum kennt die Warhammerwelt berits das Steinschloß zumindest bei Zwergen und imperialen Technikussen. Wohingegen Pistoliere und Musktiere noch mit Radschloß bzw. Luntenschloß unterwegs sind. Ich merke schon, ich muß endlich mal meine imperiale Schützenbox auspacken.
Pulverdampf wäre vielleicht ein bisschen viel. Andersrum ist das natürlich eine nette Idee für andere Gimmicks a la Rauchbomben oder Nebelzauber.
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Xarres »

Hm... wenn man mit Munitionsverbrauch für Fernwaffen arbeiten würde, dann könnte man die Liste erweitern - Und auch den Effekt.

Bögen = Pfeile
Armbrüste = Bolzen
Musketen = Kugeln & Schießpulver

Jetzt trennt man aber die Kugeln und das Schießpulver in zwei separate Materialien.
Hat man keine Kugeln mehr, aber noch Schießpulver, dann könnte man mit der Muskete noch einen verminderten Angriff via Kartätsche machen.

Hinken tut es jetzt nur daran, dass man wohl immer vor einem Abenteuer die gleiche Menge Kugeln und Schießpulver kaufen wird... Außer natürlich man findet Schießpulver separat bei Möbelsuchtabellen, Schatzkarten usw. und hat somit welches übrig.
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Iwanhoa »

Dann sollte der Muskete aber noch eine magische Zwille beigelegt werden, womit man die evtl übrigen Kugeln bei Pulvermangel noch effektiv einsetzen kann :ok:
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Re: Musketenschütze

Beitrag von Sidorion »

@CorranHorn: Würde mich auch interessieren, wie ein Vorderlader zu Ladehemmung kommt. Was aber passieren kann ist, dass sich das Pulver in der Pulverkammer nicht entzündet. Dann kriegst Du die Kugel nur noch mit nem großen Bohrer raus. Das ist übrigens der Hauptgrund, warum der Verschluss erfunden wurde (siehe Kammergeschütz). Erst später kam man auf die Idee, die Patrone durch eben diesen von hinten in das Rohr einzubringen.
Xarres hat geschrieben:Hat man keine Kugeln mehr, aber noch Schießpulver, dann könnte man mit der Muskete noch einen verminderten Angriff via Kartätsche machen.
:lol3: Wie der Räuber Hotzenplotz mit seiner Pfefferbüchse :kloppe:

Man muss ja nicht unbedingt eine Kugel in den Lauf schieben. Unter Verzicht auf den Zusatzschaden und nur mit zwei KW könnte man mit ADS' Variante auch ohne Nachladezeit angreifen, dann aber max. zwei Felder weit (weiter reicht der Feuerstoß aus dem Lauf nicht).

@Iwanhoa: Die Idee ist prima: Zwille mit zwei KW für den Magier. Dann darf der endlich auch in den Fernkampf. Ist gekauft.
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