knightkrawler's Hausregeln

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knightkrawler
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knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von knightkrawler »

Ich mache dann mal einfach einen Thread auf, in dem ich Hausregeln oder Ergänzungen von mir vorstelle.
Kommentare, Kritik und Inspiration sowie Übernahme meiner Regeln in Euere sind natürlich erlaubt und erwünscht.

EDIT OKTOBER 2016:
Links zum Download des fertigen Regelwerks und Zubehör auf Seite 8.
Zuletzt geändert von knightkrawler am 05.10.2016 21:43, insgesamt 1-mal geändert.
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knightkrawler
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von knightkrawler »

Die folgende Regel stammt in ihren Grundzügen von ghan;
ich habe sie überarbeitet, ergänzt und so in meine Hausregeln übernommen, dass sie als Optionale Regel betrachtet und einfach weggelassen werden kann.


Gerangel
Ein Spieler, dessen Figur im Kampf auf direkt aneinander grenzenden Feldern einem Gegner einen oder mehrere Körperpunkte nimmt, darf sich, wenn er möchte, dafür entscheiden, seinen Platz mit dem des Gegners zu tauschen.
Große Monster, wie zum Beispiel Oger und Trolle, sind von dieser Regel nur betroffen, wenn die Entscheidung bei ihnen liegt, das heißt, wenn sie dem Heroen einen Körperpunkt genommen haben. Sie selbst können im Gerangel nicht verdrängt werden, weil sie dafür schlicht zu schwer und zu stark sind.
Die Gerangel-Regel ist im Nahkampf (außer wenn er über dagonal aneinander grenzende Felder stattfindet) und im Waffenlosen Kampf anzuwenden, nicht jedoch im Fernkampf.

________________________________________________

Es ist die Rede von Großen Monstern. Dabei handelt es sich um eine Sonderregel für alle Monster, die in etwa so groß wie ein Gargoyle oder größer sind. Sonderregeln für Monster sind bei mir im Regelbuch als Appendices angehängt und ihre Bezeichnung - in diesem Fall "Großes Monster" - auf der Monsterkarte abgedruckt.
Großes Monster: Ein Feld bzw. alle Felder auf denen das Monster steht, darf keinesfalls – auch nicht mit Erlaubnis – von anderen Figuren passiert werden.


Kommentare? Kritik?
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Luegisdorf
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Luegisdorf »

Geile Regel, obwohl ich eigentlich 'nur' mit einem geflickten Standard-Regelwerk arbeite, könnte ich mich für diese Regel sehr erwärmen. Funktioniert das auch, selbst wenn der Gegner beim Kampf draufgeht?
Bild

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knightkrawler
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von knightkrawler »

So weit habe ich noch gar nicht gedacht, aber ich gehe davon aus, dass meine Mädels drauf bestehen werden... :twisted:
Die Regel verhindert - und das ist das beste an ihr - die "Phallische Tür-Verteidigung, die die meisten Heroengruppen als ihre Hauptstrategie benutzen.
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Leander
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Leander »

Ist auf jeden Fall interessant. Kann aber auch sehr heftig werden, wenn ein Held durch das Gerangel in einen Raum geschubst wird, von Monstern umringt...ein starkes Monster blockiert die Tür usw.

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Sidorion
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Sidorion »

Ist durchaus besser, als die Zurückdrängenregel, die hier mal diskutiert wurde.
Ich denke, das wird ein Vorteil für Morcar sein, da kaum ein Heroe in einen Raum mit Monstern hineindrängeln wird. Morcar hingegen hat ein gesteigertes Interesse daran, die Heroen zu separieren.

Ich werde auf jeden Fall darüber nachdenken, diese Regel zu übernehmen :mrgreen:
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Zombie
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Zombie »

Stimmt, ist einfacher zu handhaben als die "Zurückdrängen"-Regel.
Hmm, warum sollte man bei der von Knightkrawler vorgeschlagenen Regel nicht sogar die Wahl haben zwischen "Positionen der Kämpenden austauschen" ODER "einen Schritt zurückdrängen"?

Dann könnte ein Spielleiter je nach Verfassung der Heroen abwiegen, ob er den Gegner in die Hölle bzw. Jenseits drückt oder mit seiner Horde vorquillt.

Hmm, wobei ich mir gerade vorstelle, ob die erste Option überhaupt nur ein klitzekleines bisschen realistisch ist?!! Vielleicht entsteht bei dem Gerangel ein so großer Unterdruck im Raum, dass der Heroe durch die Türöffnung hineingesogen wird? Aber, naja, hmm, Zombies und Zauberer sind ja auch nicht wirklich realistisch...ahhh..ich werd´wahnsinnig... Ich muss nochmal nachdenken...

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Sidorion
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Sidorion »

Es kommt durchaus vor, dass bei einem Schwertkampf die Seiten gewechselt werden.
Ich war jahrelang in der Mittelalterszene aktiv und hab auch viel mit historischen Waffen gekämpft. Wenn man nicht gerade in einer Schlachtreihe hinter einem Schildwall steht, lässt sich das fast nicht vermeiden. Beim modernen Fechten hat man ja die Bahnen um genau das zu verhindern (kommt aber dennoch oft genug vor).
Diese Regel würde quasi nur die Fähigkeit beschreiben, aus dieser Situation einen Vorteil zu ziehen.
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Zombie
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Zombie »

Na klar, aber ein Seitenwechsel bei einem Zweikampf in einem engen Türrahmen?

Verdamich nochmal, ich krieg den Unterdruck nicht aus dem Kopf...

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knightkrawler
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von knightkrawler »

Man muss die Regel ja nicht voll ausspielen.
Aber ich benutze viele doppelseitige Türen (die aus Descent), bei denen sich die Frage gar nicht mehr stellt.
Ich gehe bei der Regel einfach davon aus, dass Kraft eingesetzt wird.

Sieh dir den Kampfstil aus dem ersten Conan-Film an. Realistisch? Weiß ich nicht...
Aber trotz Schwertern und Äxten viel Rumgeschubse.

Genauso in Filmen mit Errol Flynn, trotz Degen und Säbel.

Und so weiter...
Mir ging es bei der Regel nicht um Realismus, sondern um die Möglichkeit für den "Bösen" und für die Heroen, das taktische Geplänkel etwas aufzulösen
und das Spiel schneller und weniger strategisch zu machen. Und tatsächlich: Nicht immer rückt der Barbar als erstes in den Raum und verstellt die Tür, weil er ja mit nicht mehr Würfeln verteidigt als die anderen und die Wahrscheinlichkeit, dass er verletzt und verdrängt wird, genauso groß.

Aufgrund der Schilderverteilung auf dem Würfel können die Heroen diese Regel sowieso öfter anwenden (zu ihren Gunsten) als der Böse.
Und bei Chaoskriegern und allem was größer als diese ist, lasse ich nicht Platz tauschen, wenn der Heroe dem Monster KP raubt.
Auf der anderen Seite gilt dasselbe für Goblins und Monster ihrer Größe (Skaven und so).
Sie dürfen den Barbaren nicht rumschubsen.

Abgesehen davon ist bei dem Kampf in der Tür der Vorteil nicht klar verteilt. Wenn der Heroe vom Monster durch die Tür geschubst wird, um selbst die andern Heroen angreifen zu können, die sich auf der anderen Seite um die Tür verteilt haben, erlangt gleichzeitig der verdrängte Heroe den Vorteil, dieses Monster von hinten angreifen zu können. Es kommt halt immer drauf an, was sich in beiden Räumen befindet.

Auch ich muss mir nochmal Gedanken über die Regel machen, mir dampft es aus den Ohren...
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Zombie »

Ja, genau, lösen wir uns einfach von dem Gedanken, die Tür sei viel zu schmal...

Ich seh es jetzt ganz klar vor mir:
Der Heroe wird durch einen seitlichen Hieb (der ihm ja immerhin mind. 1 KKP raubt) ins Torkeln geraten und durch das Vorwärtsdrängen des Gegners seitlich durch den Rahmen gedrückt.
Ist doch logisch!

Müssen wir mal Probespielen...

Gruß
Zombie

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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von knightkrawler »

Tut das!

Das ist eh die einzige Antwort auf die Frage: "Gefällt mir KK's Hausregel oder macht er sich nur wichtig?"
:wink:

Erfahrungsbericht bitte hier posten, ich brauche ein paar Meinungen außer meine...
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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Zombie »

Den Bericht bekommst Du!!! Bald fängt ja die HQ-Saison wieder an *freu*

Kicher...*zumwahnsinnigengelächterwerd*


Bild
Abb.:Die Türblockade wird bald brechen! Das Zombienest kann unmöglich gestürmt werden. Der schaurige Mob drückt die tapferen Verteidiger zurück (oder versucht, sie zu sich ins Nest hereinzuziehen), um sogleich herauszuquellen und sich schnellstmöglich auch an dem warmen Fleisch derer zu laben, die bereits auf der Flucht sind …oooöööhhh (der Spielleiter imitiert das Stöhnen hunderter Zombies)

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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Zombie »

Hab nochmal nachgedacht, jaja, ich glaube, die Regel würde so noch besser funktionieren:

Zurückdrängen
Stehen zwei Gegner miteinander im Nahkampf, bei dem der Verteidiger einen Schaden erleidet, dann darf der Angreifer den Verwundeten einen Schritt zurücktaumeln lassen, um selber einen Schritt auf das Feld vorzusetzen, auf dem der Verteidiger zuvor gestanden hat. Wenn alle direkt angrenzenden Felder etwa durch Wände oder andere Charaktere blockiert sind, dann torkelt der Verwundete auf das Feld des um einen Schritt vorrückenden Angreifers.

Beispiel 1: Die gegnerische Kreatur verwundet den Heroen, der daraufhin einen Schritt zurücktaumelt. Das Monster packt die Gelegenheit beim Schopfe und zieht einen Schritt vor (selbst wenn es die maximale Schrittweite in seiner Runde bereits gezogen ist). Damit ist der Weg durch die Tür für die nachrückenden Kreaturen frei.

Beispiel 2: Die gegnerische Kreatur verwundet den Heroen, der daraufhin ins Taumeln gerät, aber nicht zurückweichen kann. Das Monster nutzt die Benommenheit des angeschlagenen Gegners und rückt vor. Durch das Gerangel gerät der Heroe hinter die gegnerische Linie.

Diese Regelvariante ist barmherziger, da die Heroen von sich aus von vornherein abwenden können, dass der „Türsteher“ in den Raum hineingezogen wird, um danach zerhackt zu werden: Sie brauchen ihm lediglich genügend Platz zu verschaffen oder BESSER: Sie entscheiden sich gegen eine Türblockade und stürmen gemeinsam in den Raum.

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Re: knightkrawler's Hausregeln

Beitrag von Grün »

Weils sehr ähnlich ist und vielleicht nicht von jedem gesehen wurde:

viewtopic.php?f=1&t=1534

ch bevorzuge meine Idee aber das is ja das dolle, jeder kann machen wat er will

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