Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

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Commissar Caos
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Erstmal vielen Dank!
Zu dem Abenteuer selber kann Zombie sicherlich besser berichten. Aber das es eine neuinterpretation von Morcars Magier ist, kann ich bestätigen.
Der Tod der nebencharaktere war nicht gescripted. Bjørn hatte sich eigentlich schon darauf gefreut seine neuen Freunde mit ins nächste Abenteuer zu nehmen. :(
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Commissar Caos
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Im Kerker der Mutanten

Prolog

„Höret auf, meine tapferen Heroen….

Des Kaisers Medikus Markus Mezka und dessen Gefolge sind in der Burg des Druiden Ditmar Drogus Opfer einer gewaltsamen Entführung geworden.
Das Gebiet um die Burg im Drakenmoor wurde in letzter Zeit vermehrt von den Mächten des Chaos heimgesucht. So hat der Kaiser Späher entsandt, die einer Gruppe Barbaren, die sich der Seite des Chaos zugewandt haben, bis hinab ins Ödtal am Rande der Chaos-Wüste gefolgt sind. Dort liegt der Eingang eines unterirdischen Verlieses verborgen, in dem die Gefangenen grausamer Folter und zum Fraße an schrecklich entstellte Kreaturen ausgesetzt werden.

Die Späher berichteten, dass das Verlies durch diesen verborgenen Eingang zwar unbemerkt betreten werden könne, eine Befreiungsaktion aber nur durch strategisches Geschick möglich sei, soll sie nicht in einem Blutbad enden. Unnachlässig hallen grausame Schreie durch das weite Gefängnis, die auf die entsetzlichen Qualen der Gefolterten hindeuten. Der vordere Bereich des Verlieses wird bewacht von Chaosbarbaren, die dort auch die toten Leiber der Gepeinigten zusammenpferchen. Zwei hintere Hallen, in denen sich weitere Kerkerzellen befinden, werden von schweren Fallgittern abgeschirmt. Die Gitter können nur einseitig auf Seiten der vorderen Halle gehoben und gesenkt werden. Dieser raffinierte Mechanismus könnte bei einer Befreiungsaktion schnell zur tödlichen Falle werden, wenn die vordere Halle nicht gehalten werden kann! Die Kerkertüren zu den Zellen der Gefangenen als auch die Türen zu den Waffen- und Vorratskammern sind abgeschlossen, wobei deren Schlüssel von Auserkorenen verwahrt werden. Überall stinkt es nach verbranntem oder verfaultem Fleisch und nach Exkrementen. Erschwerend hinzu kommt die Fütterungszeit jener Kreaturen, die bei Einbruch der Nacht aus den Tiefen des Verlieses emporsteigen, um ihren Hunger zu stillen. Bei diesen Wesen handelt es sich um Chaosbruten, unförmige Wesen, deren Körper mit unzähligen Dornen, Krallen, Zähnen oder Tentakeln ausgestattet sind. Hütet euch vor ihnen, denn sie stellen die wohl größte Bedrohung dar...

Es ist also Eile geboten, um möglichst viele der Gefangenen zu befreien, bevor sie den Qualen ihrer Folter erliegen oder bevor die Sonne hinter dem Horizont versinkt.

Der Kaiser bittet euch, tapfere Heroen, um die Befreiung seines Medikus und dessen Gefolge. So sollt ihr belohnt werden mit insgesamt 1000 Golddublonen, gelingt es euch, den Medikus zu retten. Zusätzlich erhaltet ihr 500 Golddublonen für den Druiden, und 300 für jeden weiteren der 7 aus seinem zivilen Gefolge, das da wäre: Der Mönch Melf Mönich, der Barde Balduin Bart, die Seherin Sarah Blint, der Chronist Adolphus van Klaue, der Edelmann Eduart von Goldseg, der Sänftenträger Samuel Hebich und der Alchemist Theodor Tunder. Für befreites Gesinde niederen Ranges, wie zum Beispiel Landsknechte, sieht der Kaiser keinerlei Belohnung vor und so obliegt es eurer Gunst, sie unter euer eigenes Banner zu stellen...

Der Kaiser setzt große Hoffnungen in euch, denn die Zeit verrinnt zu seinen Ungunsten...!"

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Der gute Bjørn ist in der Taverne vor dem Abenteuer fast unverschuldet in eine Schlägerei geraten. Durch das Brechen zahlreicher Nasen hat er dabei 3 Landsknechte aus einer Misere gehauen. Die 3 Söldner haben aus Dank eingewilligt sich von ihrem Retter für dessen nächstes Abenteuer anheuern zu lassen. So zieht der streitlustige Nordmann dieses Mal mit einer kleinen Entourage aus Landsknechten ins Ungewisse.

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Die Helden drangen durch den unbewachten Eingang in den Kerker ein. In der großen Vorhalle bot sich ihnen sogleich eine unübersichtliche Szenerie aus Grausamkeiten.

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Mordlustige Chaosbarbaren trieben eine Gruppe gefesselter Gefangener vor sich her.

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Auf der anderen Seite stand die drohende Alarmglocke mit einigen Chaosbarbaren in gefährlicher Nähe.

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Noch hatten die Wachen die eindringenden Heroen allerdings nicht wahrgenommen und unterhielten sich angeregt über die Vor- und Nachteile von Fell- und Lederunterwäsche.

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Der Slayer erkannte die Brisanz der Situation und sprintete in einer für seine kurzen Beine wahrhaftig athletischen Meisterleistung quer durch den Raum an den Wachen vorbei und versperrte ihnen somit den Weg zur Glocke.

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Jetzt gerieten die Wachen in Aufregung und warfen sich verblüfft gegen den orange geschopften Kugelblitz.

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Auch der Zauberer wurde am Eingang entdeckt und von einem entschlossenen Barbaren angegriffen.

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Anstatt sich ebenfalls den Eindringlingen entgegen zu stellen, begannen die Chaosbarbaren auf der anderen Seite damit kaltblütig die Gefangen zu erschlagen!

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Schäumend vor Wut darüber dass seine wertvolle Beute getötet wurde, stürmte Bjørn wie eine Lawine zwischen die Mörder und erschlug den ersten ehe der sich überhaupt umdrehen konnte.

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Einer von Bjørns Bogenschützen erschoss den nächsten Chaosbarbaren während sich die Barbarin an ihm vorbei drängelte.

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Die Barbarin stampfte über einen Leichenhaufen, um sich ebenfalls an dem blutigen Kampf zu beteiligen.

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Mit einem wütenden Grunzen beschwerte sich der Henker auf dem Schafott darüber, dass seinem Beil keine weiteren Opfer zugeführt wurden.

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Voller Zorn stampfte der massige Scharfrichter mit schweren Schritten zur großen Halle, um zu schauen was vor sich ging.

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Bjørn nahm die neue Bedrohung zunächst nur aus dem Augenwinkel wahr, da er gerade zusammen mit der Barbarin damit beschäftigt war die verbliebenen Wachen niederzumachen.

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Derweil fällte der Slayer auf der gegenüberliegenden Seite die Alarmglocke mit seiner Axt. Um ein Haar konnte er dabei gerade noch verhindern, dass das schwere Ding lautstark auf den Boden gefallen wäre.

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Aber glücklicherweise ist alles gut gegangen. Der einzige "Gast" des nebenstehenden Buffets beschwerte sich jedenfalls nicht über eine Ruhestöhrung durch einen versehentlich ausgelösten Alarm.

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Die Bewacher der Gefangen lagen im Staub und Bjørn sprang über den Tisch um dem monströsen Henker entgegenzutreten.

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Zwei Pfeile der Landsknechte sausten durch die Luft und schlugen schmatzend in den Leib des Henkers. Im nächsten Augenblick hieb Bjørn sein Langschwert mit einem gewaltigen Schlag durch dessen Kehle und der finstere Geselle polterte röchelnd und tödlich getroffen zu Boden.

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Noch während das triumphierende Gebrüll des Nordmanns durch das Gemäuer hallte, trieb der Hellebarder die geretteten Gefangen aus der Gefahrenzone.

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Bjørn durchsuchte derweil den Richtblock, fand aber zwischen zahllosen abgeschlagen Köpfen nichts von Belangen.

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Die Befragung der Gefangen ergab, dass es sich lediglich um Gemeine handelte. Enttäuscht entschied Bjørn, dass diese sich zum Dank ihrer Befreiung am Kampf beteiligen "durften".

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Da die große Vorhalle nun mehr oder weniger befriedet war, richteten die Heroen ihre Aufmerksamkeit auf den unheilvollen Kellereingang unterhalb des Eingangs. Bjørn's Hellebarder tieb einen der "neuen Rekruten" dazu an, nachzuschauen was in dem dunklen Schacht vor sich ging.

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Unmenschliche Schreie und raschelndes Stöhnen drang an die Oberfläche und keiner der Anwesenden vermochte zu sagen, ob nicht einige der Geräusche von dem Leichenhaufen hinter ihrem Rücken herrührten.

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Plötzlich aber stürmten 3 Chaosbarbaren aus dem Keller hervor und einer der befreiten Gefangen wurde sogleich erschlagen.

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Bjørn überblickte die Lage am Kellereingang und sah, dass seine Landsknechte zusammen mit der Barbarin die Situation unter Kontrolle hatten.

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Also lief er zum Kerkereingang und betätigte den Mechanismus, um das schwere Eisengitter zu öffnen.

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Im Zentrum des Kerkergewölbes standen zwei große Käfige und die Wände säumten ein halbes Dutzend Türen, hinter welchen die Geiseln gefangen gehalten wurden.

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Bjørn's Bogenschützen eröffneten sogleich das Feuer und spieckten einen Chaosbarbaren mit Pfeilen. Der Nordmann selbst befahl dem letzten befreiten Gemeinen den Türmechanismus zu bewachen und stürmte den neuen Gegner entgegen.

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Die Bogenschützen mussten sich stark konzentrieren, um nicht von den Grausamkeiten welche in jedem Winkel des Kerkers zu finden waren, überwältigt zu werden.

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Neben den einfachen Chaosbarbaren befand sich auch ein mächtiger Champion im Verlies.

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Brüllend warf sich Bjørn gegen den finsteren Champion.

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Mit einem brutalen Hieb schlug der Norsca-Barbar dem Chaoschampion den Kopf von den Schultern und der Zauber verwandelte einen Chaosbarbaren zu Asche.

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Unterdessen drängten immer mehr Chaosbarbaren aus dem Kellereingang und die Barbarin hatte alle Hände voll zu tun.

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Der Slayer brach die erste Kerkertür auf und in der kleinen stinkenden Zelle befand sich der Alchemist Theodor Tunder.

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Bjørn's Hellebarder kämpfte derweil verbissen mit einem Chaosbarbaren und Bjørn stürmte heran, um seinem Gefolgsmann beizustehen.

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In der großen Vorhalle konnte die Barbarin die Flut von Gegnern nicht mehr aufhalten und einer der wilden Krieger brach durch, überlebte den Beschuss von Bjørn's Bogenschützen und erschlug den befreiten Gefangenen, der so tapfer den Türmechanismus offen gehalten hatte.

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Nachdem das schwere Eisengatter den Fluchtweg versperrte trat Bjørn die nächste Tür ein, in der Hoffnung einen alternativen Ausgang zu entdecken.

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In der kleinen Kammer war ein buckliger Chaosmagier in ein dunkles Gebet vertieft und ein kreischender Homunkulus leistete ihm dabei Gesellschaft.

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Bjørn verabscheut Magier und ohne Zeit zu verlieren attackierte unser Nordmann den Diener der dunklen Götter. Doch der Magier konnte seinem Schicksal mithilfe seiner dunklen Kräfte ein Schnippchen schlagen.

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Während der ehrlose Chaoszauberer vor Bjørn aus der Kammer floh, erschlug ein aus der Vorkammer herbeigeeilter Chaosbarbar den Hellebarder.

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Während der Zauberer sich ein knisterndes Zauberduell mit dem Chaosmagier lieferte, schlug der Slayer die nächste Kerkertür ein und befreite damit die Seherin Sarah Blint.

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Heraus aus dem tobenden Zauberduell brüllte der Zauber Bjørn zu, dass der Chaosmagier mit Hilfe seines Homunkulus das Schicksal beeinflussen konnte. Der mächtige Nordmann zögerte nicht lange und erschlug den kleinen unheiligen Gesellen mit einem Streich.

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Der Chaosmagier war nun seinem Vorteil beraubt und die Barbarin beendete seine blasphemische Existenz mit ihrem Langschwert. Leider gelang es dem Unhold noch kurz vor seinem Tod den Alchemisten Theodor Tunder mit seinen dunklen Kräften zu töten.

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Unbeirrt von diesem Rückschlag brach der Slayer eine weitere Kerkertür auf und bewies dabei ein glückliches Händchen. Eingepfercht zwischen Unrat und Leichenteilen kauerte der Medikus Markus Mezka in der winzigen Zelle.

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Einem von Bjørn's Bogenschützen gelang es sich zum Fallgitter durchzukämpfen und dieses zu öffnen. Da die Nacht bald hereinbrechen würde und die wertvollste Geisel befreit war, entschieden sich die Heroen (sehr heldenhaft) den Rückzug anzutreten.

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Immernoch kamen Chaosbarbaren aus dem Kellereingang und da dieser nun nicht mehr bewacht wurde, entwickelte sich der Rückzug zum Eingang zu einem heiklen Unterfangen für die geschwächten Geiseln.

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Mit Müh und Not konnte der Slayer den Medikus Markus Mezka vor den brutalen Chaosbarbaren beschützen, doch die Seherin Sarah Blint wurde auf der Flucht getötet.

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Wütend und brüllend hackten sich Bjørn und die Barbarin zum Kellereingang durch und töteten gnadenlos jeden Krieger der in die Vorhalle vordringen wollte.

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Dem Slayer gelang es in dieser Verschnaufpause noch zwei weitere Kerker aufzubrechen und befreite den Mönch Melf Mönich und einen weiteren Gemeinen.

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Da sie des Kaisers Medikus und obendrein noch den Mönch befreit hatten, entschieden sich die Heroen nach heftiger Diskussion den Dungeon zu verlassen. Zwar juckte es den Helden in den Fingern, sich den abscheulichen Chaosbruten zu stellen, doch obsiegte letzten Endes doch die Einsicht nicht unnötigerweise Leib, Leben und vor allem die stattliche Belohnung zu riskieren.
So wurden die restlichen Geiseln ihrem Schicksal überlassen und die Heroen machten sich auf den Rückweg nach Drakenmoor ohne den Dungeon vollständig erkundet zu haben.
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Luegisdorf
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Luegisdorf »

Danke für die tollen Bilder und den Motivationsschub, wieder mal selber was zu machen :D .

Aber die Nachtgeschöpfe hätte ich schon noch gern gesehen :lol:
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saM
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von saM »

Richtig toll - danke!!! :ok:
Bei mir läuft gerade der Film im Kopf! :wink:
Mut und Dummheit sind Zwillinge und werden oft verwechselt!

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Zombie
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Zombie »

Achja, als wäre es gestern gewesen....

Auch von mir ein großes Dankeschön, mein lieber Calle!!!
Es ist einfach herrlich, ein vergangenes Abenteuer auf so eine epische Weise nachlesen zu können. Mehr geht nicht!

Allerdings auch irgendwie erschreckend, dabei festzustellen, wie schnell so ein Spielablauf einem aus der Erinnerung verblasst.
Was soll's, umso schöner, sich daran erinnern zu können, dass man wieder gehörig Spass daran hatte. Und genauso soll es doch auch sein. Schließlich möchte man sich mit Vorfreude möglichst bald wieder begegnen.

Also auf, auf, ... gleich am neuen Abenteuer weiter geschnitzt!!!

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Commissar Caos
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Danke für die Kommentare! Freut mich, dass die Saga immernoch anklang findet. Ja, die Nachtgeschöpfe hätte Bjørn auch gerne gesehen bzw getötet. Aber es war spät und nach mittlerweile fast 2 Jahren in der Zivilisation der Alten der Welt kommt bei unserem wilden Norsca-Barbaren auch ein bißchen das Spießbürgertum durch. So war er auch ganz glücklich am Leben zu sein und die Belohnung im Sack zu haben. :lol3:
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von HQ-Killy »

Richtig, richtig schön. Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt. Die Atmo ist prima eingefangen und rübergebracht.. so ein kleiner Comic, total schön...
Zuletzt geändert von HQ-Killy am 07.06.2020 11:12, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Irian Horger »

Einfach wunderschön. Tolle Details. Immer wieder inspirierend!

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Vielen Dank für eure Kommentare! Es ist schön zu wissen, dass euch die Saga gefällt.
Ein großes Dankeschön geht aber vor allem an Zombie, den wahnwitzigen Erschaffer der blutgetränkten Dungeons und Schreiber der morbiden und tödlichen Spiele. :zombie:
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Die Bræðuron



Die Gischt stob meterhoch in den schwarzen Himmel, als der Kiel durch den Wellenberg brach wie ein Schmiedehammer durch eine Sanddüne. Die Balken ächzten und knackten bedrohlich, als das Boot in das Wellental stürzte. Die Kräfte des Meeres griffen nach der Konstruktion und suchten danach sie zu biegen und zu verdrehen. Erik umklammerte mit festen Griff den Steven und starrte auf den durch Sturm und Regen zerrissenen Horizont. Meerwasser und Regen bedeckten seinen Helm und durchflossen seinen dichten Bart als er den Kopf zur Rúm drehte. Er blickte in die grimmigen und entschlossenen Gesichter der Männer, die sich wie lebendige Schraubzwingen an die Sessa und Bordwand vergriffen hatten. "Die große Schlange dreht und windet sich!", schrie er gegen Sturm.
Die salzverkrusteten Lippen von Knut formten ein verbissenes Lachen: "Die Götter erwarten uns in der großen Halle, Bruder. Die große Schlange wird uns nicht brechen!" Mit einem Krachen, das selbst den Sturm übertönte, brach der Mast und zog das zerissene Segel wie eine groteske Fahne flatternd in die tobende See. Lars warf sich flach von seiner Sessa und tauchte so unter dem Mast hindurch, der die Bordwand und seinen Riemen zerschmetterte. Das Schiff stieg den nächsten Wellenberg empor und der Jäger rutschte über das Deck nach achtern. Mit einem trotzigen Aufschrei schmetterte Olaf seinen gewaltigen Hammer in die nassen Planken und die Bahn grub sich tief ins Deck. Lars packte den Stiel der Waffe und zog sich zu Olaf, der im nächsten Augenblick seinen Arm mit festem Griff packte. "Auch du wirst mit uns in der großen Halle speisen, Bruder!"
Über die ganze Nacht tobte der Sturm und die Gewalten des Meeres spielten mit dem Schiff wie ein Kind mit seiner Puppe. Erst als das erste Licht des Tages sich mühsam durch die schwarzen Wolken zu kämpfen begann, legte sich der Regen und der Sturm schwächte ab.
Sven stand auf der Bugwand und hielt sich an einem zerschlissenen Seil, welches vom Steven herabhing. Das kupferrote Haar klebte auf seinem Gesicht und seine Augen waren vom Salz so rot wie sein Bart. Erik trat an seine Seite und stützte sich dabei auf seine schwere Axt. "Was siehst du?" fragte er, ohne den Blick vom Horizont abzuwenden. "Unser Schicksal", sagte Sven und zog sich die Kapuze vom Kopf. "Machen wir uns bereit!"

Getragen von den letzten kräftigen Wellen des Sturms brach das zerschundene Schiff in den vom Sturm verheerten Holzkai. Wie ein zu Tode gerittenes Pferd bäumte es sich noch einmal auf und zerbarst als es sich im hölzernen Uferbauwerk verkeilte. Im selben Augenblick sprangen 5 Krieger von seinem Deck und schritten ohne sich noch einmal umzudrehen auf die fassungslosen Hafenarbeiter zu. "Den Göttern zum Gruß, Festländer." sprach Olaf dessen Gesichtszüge vollständig von Bart und Helm verdeckt blieben. " Wir sind die Bræðuron und wir suchen den, den ihr Bærenstyrn nennt!"



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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Luegisdorf »

Oha - Duell oder Zecherei? Ich bin ja gespannt wie das weitergeht.
Sehr schöne Story und gelungene Mal- & Bastel- und Fotoarbeit :ok:
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Begegnung auf den Nebelhöhen

Der Aufstieg war mühsam. Bjørn schnaufte und fragte sich, ob es die paar Goldstücke wert waren, sich derart abzuschuften. Die verängstigten Bauern aus dem Dorf waren ihm egal. Als sie ihm aber eine Handvoll Goldmünzen darboten, um das Dorf von dem Unhold zu befreien der regelmäßig Kinder und Tiere verschleppte, hatte er zugesagt. Er hatte noch einige Wochen Zeit um zum verabredeten Treffpunkt zu gelangen und ein kleiner Zuverdienst konnte nicht schaden. Die Bauern sagten der Unhold würde auf den Nebelhöhen hausen und des nachts für Raubzüge herunterkommen. Also wuchtete Bjørn seinen massiven Körper die Flanken der Hochebene hinauf, um dem Schrecken den Gar aus zu machen.

Während beim Aufstieg strahlender Sonnenschein dem Nordmann die Schweißperlen in den Bart rannen ließ, bedeckte dichter Nebel das gesamte Hochplateau. Auch die Temperatur war unnatürlich kühler. Bjørns Stiefel schmatzten durch kalten sumpfigen Boden und er irrte einige Zeit orientierungslos herum. Auch das Zeitgefühl verließ ihn und er konnte nicht mehr mit Bestimmtheit sagen wie lange er schon in der trostlosen Einöde umherwanderte. Nachdem er das zweite Lager abgebrochen hatte und sein Proviant sich dem Ende zuneigte entschied er sich grunzend die Suche abzubrechen und unvollendeter Dinge den Rückweg anzutreten.

Als er aber fluchend ob der verschenkten Zeit den Abstieg suchte, stieß er unverhofft auf einige verfallene Gebäude. Dies musste einmal eine Art Tempelstätte gewesen sein und während er die Ruinen untersucht erfasste ihn ein unnatürlicher Hauch, der seine buschige Rückenhaare zu Berge stehen ließ. Instinktiv zog er sein breites Langschwert und presste das schwere Eichenschild fest an den Körper. Im nächsten Moment ertönte platschendes Hufgetrappel hinter ihm. Bjørn drehte sich um die eigene Achse und lenkte einen Lanzenstoß ab, der kratzend die Oberfläche seines Schildes aufriss. Der Reiter stob an ihm vorbei und mit einem Schwung hieb er sein Schwert durch die Flanke des Pferdes. Doch statt zu straucheln setzte das Tier seinen Weg fort. "Verdammter Wiedergänger!" fluchte Bjørn, doch bevor er vor Verachtung ausspucken konnte, nahm er den galoppierenden Lärm eines weiteren Angriffs hinter sich wahr. Die Lanze schnitt durch seine Seite, aber er warf sich mit seiner ganzen Masse gegen das nachfolgende Reittier, verkeilte sein Schwert in seinem Körper und zwang es auf die Knie. Mit seinem Schildarm versetzte er dem Reiter einen Stoß, befreite das Schwert und schlug der Kreatur den Kopf ab. Das Pferd wieherte unnatürlich bockte auf und stolperte samt Reiter davon. Grimmig beobachtete Bjørn wie der Wiedergänger ungeschickt und doch zielstrebig seinen Kopf vom Boden aufhob und sein Pferd zum nächsten Angriff wendete. Das Blut floss ihm aus der offenen Flanke und es bereitete ihm starke Schmerzen seinen Schwertarm zu heben, um den nächsten Angriffen zu begegnen. Es waren drei Zombiereiter, die sich nun kreisförmig um ihn herum auffächerten, um ihn gleichzeitig von allen Seiten zu attackieren. Bjørn schnaubte verächtlich und verwünschte die Dorfbewohner, welche nur von einem Unhold gesprochen hatten. Er zog das Schild dichter an den Körper, hob das Schwert und brüllte seinen Gegnern eine trotzige Herausforderung entgegen.

"Bærenstyrn!" schrien plötzlich viele Kehlen gleichzeitig, als sich die Zombiereiter gerade in den Angriffstrab begaben. Ein Pfeil sauste an Bjørns Kopf vorbei und schlug schmatzend in die Brust eines Angreifers. Der Kopf eines weiteren Zombies wurde hart zur Seite gerissen, als sich ein Armbrustbolzen in seine Schläfe bohrte. Praktisch zeitgleich tauchte ein wilder Krieger mit fellbesetztem Helm auf und hieb einen schweren Kriegshammer in die Brust des trabenden Pferdes. Der Hammerkopf grub sich tief in den morschen Brustkorb, das Pferd brach im Lauf zusammen und sein fauliger Reiter polterte zu Boden. Auf der anderen Seite tauchte ein weiterer furchterregender Krieger mit einer großen Axt auf, welche er in einem weitem Schwung gegen die Läufe des zweiten untoten Pferdes hieb. Die Vorderläufe wurden abgetrennt wie Zweige und das Untier stürzte samt Reiter zu Boden. Der verbliebende Unhold setzte seinen Angriff unbeirrt gegen Bjørn fort. Doch ein einzelner Angreifer stellte für den muskulösen Nordmann keine Bedrohung mehr dar. Er lenkte die Lanze mit dem Schild ab und hieb mit einem Rückhandschlag den Reiter oberhalb der Hüfte in zwei Hälften. Während der Oberkörper, der immer noch seinen eigenen Kopf in der Hand hielt vom Torso rutschte, durchbohrte ein weiterer herangeeilter Krieger den Kopf des am Boden liegenden Zombies mit seinem Schwert und nagelte den zuckenden Unhold am Boden fest.

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Bjørn schwang sein Schwert durch die Luft, um die Klinge vom groben Unrat zu befreien. Dann kniff er die Augen zusammen und blickte abwartend auf die Männer, die ihm so unverhofft zu Hilfe kamen.
Der behelmte Krieger mit der großen Axt befreite seine Waffe aus den Überresten des letzten Unholdes und schritt mit grimmiger Miene auf den hünenhaften Nordmann zu. Kurz vor Bjørn blieb er stehen und die restlichen vier Männer versammelten sich hinter ihm. Er reckte leicht den Kopf um Bjørn direkt ins Gesicht zu sehen. Dann entblößte sein struppiger Bart ein breites Grinsen. "Sei gegrüßt mächtiger Bjørn Bærenstyrn. Ich bin Erik Eisenbart und wir sind die Bræðuron. In Norsca unserer aller Heimstätt, besingen die Skalden deine Taten. Wir sind weit gereist um dich zu finden." Erik beugte ein Knie und stützte sich dabei auf seine Axt. Die anderen taten es ihm nach. Dann senkte er den Kopf sprach: "Du bist unser Schicksal, Bærenstyrn. Teile Ruhm und Gold mit uns und unsere Waffen und Leben sollen dein sein!"

Bjørn rammte sein Schwert in den Boden und ergriff Eriks Hand. "Bei den Göttern. So soll es geschehen! Und jetzt trinken wir!"
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Erik Eisenbart

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Erik stand schon als Welpe auf den Planken eines Drachenschiffes. Im Laufe seines Lebens hat er schon an jeder Küste der Alten Welt geplündert. Er ist der stärkste Kämpfer der Bræðuron und strebt vor allen anderen nach einem Platz in den Sagas der Helden. Erik erfuhr durch einen Skalden vom Ruhm des mächtigen Bjørn Bærenstyrn, der im Imperium Heldentaten vollbringt. Seither betrachtete er es als sein Schicksal diesen Nordmann zu finden und dessen Schwurmann zu werden.
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn

Beitrag von Commissar Caos »

Lars der Jäger

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Lars ist das jüngste Mitglied der Bræðuron. Er wuchs in einem Küstendorf auf und musste miterleben wie seine Heimat geplündert und ausgelöscht wurde. Nachdem er sich mit seinem Jagdbogen alleine gegen die Angreifer verteidigt hatte schloss er sich später selbst Wikingern an, in der Hoffnung irgendwann die Schlächter seiner Sippe zu finden und Rache zu nehmen.
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