Heroquest Super Modular 3D

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Luegisdorf
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Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Luegisdorf » 03.06.2016 17:46

Heroquest Super Modular 3D, Luegisdorf hat geschrieben: Bild

Liebe Gemeinde, liebe Besucher

Jetzt kommt's dicke :wink: ! ... und nein, es hat nichts mit GZs 25th HQ-Edition zu tun :lol: . Nicht ohne Stolz präsentiere ich euch meinen soweit fertiggestellten Bubentraum. Nennen tu ich das ganze mal Heroquest Super Modular 3D, denn es ist bis auf Feldebene Modular und eben auch dreidimensional.

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Kurz wie es überhaupt dazu kam
Irgendwie wollte ich schon immer ein modulares Spielbrett, aber trotzdem sollte das ganze soweit wie möglich im Stil des Originalmaterials daherkommen und zudem sollte die Modularität nicht beim Raum enden - auch die Räume sollten sollten modular werden. Während der Konzeptphase kam ich auch auf den Gedanken, Möglichkeiten von verschiedenen Plattformniveaus zu berücksichtigen. Allein schon der Fallgruben wegen wollte ich das so haben: Wenn da eine Fallgrube ist, dann soll da auch ein Loch sein - und das setzt Niveau voraus (Der Marker von GZs 25th Edition ist zwar nett - aber muss man erst auf den Rand raufklettern, damit man dann reinfallen kann :roll: ?). Visuell haben mich die Arbeiten von Commisar Caos und Zombie und HQ-Killy, technisch das Spielbrett von Damien Thevenin und Sidorions Dungeon inspiriert. Hier schon mal grossen Dank an die Herren.

Bis es fertiggestellt war
... dauerte es ca. 2 Jahre. Ich hatte etwa während eines Monats in einem Skizzebuch meine Überlegungen niedergeschrieben und Ideen gesammelt. Danach war ich bereits soweit, dass ich mal mit den ersten Arbeiten beginnen konnte. Alle anderen Überlegungen und Detailgedanken entwickelten sich dann parallel zur wirklichen Arbeit (also die Arbeit mit den Händen ...). Und jene sah so aus: Als erstes mussten Feldelemente und Feldplatten modeliert werden, Danach dafür Gussformen erstellt werden und schlussendlich Replikate gegossen werden. Die Prototypen der Feldelemente habe ich aus Styrodur und und ein paar Schädeln aus der Bitzkiste zusammengeflickt. Ebenso die Feldplatten. Die Feldplatten habe ich erst mal mithilfe von Schnellabformmasse aus Modeliergips abgegossen, diese nachbearbeitet und erst mit den Gipsteilen die Silikonkautschukformen erstellt. Und dann konnte das grosse Giessen beginnen. Allerdings war ich schon schnell frustriert: Denn nach so ca. 20 Güssen waren die Silikonformen bereits gerissen. Mit einem anderen Silikon konnte ich dann die Verschleissrate doch etwas drosseln: Aber an alle Giessser unter euch (oder die es noch werden wollen) sei folgendes gesagt: Keine Gussform hält ewig (nein - KEINE!). Nun ja, und da ich doch sehr viele Teile giessen musste, musste ich zwangsläufig auch die Gussformen immer wieder erneuern. Erste Feldversuche zeigten neue Probleme: Der Aufbau der fertigen Elemente war recht instabil, man konnte damit schon fast Domino spielen. Damit die Feldelemente mehr Stabilität erlangten, leimte ich dann jeweils mehrere Elemente zusammen: Eck-, Vierfach- und Doppelteile, aber nicht grössere Verbundsteile - das ganze sollte ja soweit wie möglich modular bleiben! Als Abwechslung zum Giessen fing ich mit dem Bemalen der Feldplatten an. Dann kam ich auf den Gedanken Brückenelemente zu produzieren: Ich erhoffte mir damit zusätzliche Stablität, schnellere Fertigung und weniger Materialverbrauch (und damit noch leichter). Bis auf das Argument mit der schnelleren Fertigung waren diese Überlegungen sogar korrekt. In der Zwischenzeit war ich auch am Produzieren von Niveau-Elementen, Treppen-Feldplatten (irgendwie muss man ja ein Niveau überbrücken können und 1-cm-Stufen sind vielleicht für Oger OK, aber kaum für Zwerge oder Goblins ...) und Feldsockeln. Es gab also Tage, da hätte man glatt meinen können, ich lebe einem Chemielabor - so sah das nämlich zeitweise in meiner Wohnung aus.
Nachdem dann alles soweit abgegossen war, hatte ich noch eine Idee für Wandelemete. Allerdings war von Anfang klar, dass es sich nur um Dekoration handeln soll. Denn wäre jede Raumbegrenzung mit einer Wand ausgestattet, müsste man die Figuren wohl doch recht suchen - und für die Figuren würd's wieder eng. Ausserdem wollte ich mir nicht noch ein System für modulare Wände ausdenken. Also mithilfe von Morrs Garten ein paar Mauerfragmente modeliert (jaa, die hab ich NICHT selbst gemacht, zumindest nicht ganz ...) und auch jene abgegossen und bepinselt. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass diese Elemente zusätzlich zur Stablität beitragen, weil sie mehrere Elemente miteinander verbinden - ein nicht unglücklicher Zufall :mrgreen: .
Nun war die Giesserei vorerst mal beendet und die Farbe kam ins Spiel: Die Feldelemente und Feldsockel würde ich nicht von Hand anmalen, dachte ich ... Aber nur mit der Sprühdose sah das ganze wie Playmobil aus. Drum hab ich halt für's Trockenreiben doch wieder auf den Pinsel zurückgegriffen ... und am Schluss habe ich das ganze mit einem Klarlack fixiert (der hat dann das ganze interessanterweise aufgehellt, aber noch im akzeptablen Rahmen).
Als nächster Schritt musste ich noch meinen Türen einen Sockel verpassen, der mit den Raumbegrenzungskanten klar kommen würde. Im gleichen Schritt habe ich dann auch die Chaosgrube und Grins Rachen modelliert, abgegossen und zusammengebastelt.
Nun brauchte ich noch einen Rahmen für das Spielfeld und die Grundplatte auf die das Material platziert wird. Un der ist relativ simpel: Ein Holzrahmen dessen Innenbekleidung aus Hartschaumplatten besteht. Die Bodenplatte ist noch mit ein paar Relief-Elementen gestaltet, grad so, dass die Sockelelemente immer noch gut reinpassen.

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Ein wenig Statistik ...
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Zu den Feldplatten: ca. 1400 Stück (22 Muster inkl beschnittenen Platten für die Feldelemente mit Raumbegrenzung). Jedes Muster hat mehr oder weniger dieselbe Anzahl Teile: so lässt sich mit jedem Muster theoretisch auch der grösstmögliche Raum abbilden.
Wandelemente: ca 30 Stück (darunter Eck- und Abschlusselemente)

• Ein Feldelement nimmt folgende Masse ein: HxBxT 4.5x3x3 cm
• Ein Nieveauelement: HxBxT 1x3x3 cm
• Ein Feldsockel: HxBxT 3x3x3 cm
• Die Raumgebrenzungkanten haben eine Dicke von 1.5 mm und eine Höhe von 8 mm
• Die Feldplatten haben eine Dicke ca 3 mm
• Die Wandelemente habe eine Höhe von 5 cm

Ihr fragt euch vielleicht, was das ganze wohl gekostet hat. Ich will ehrlich sein: günstig war es nicht. Am meisten Geld ging drauf für das Biresin G27, aus dem alle Teile gegossen sind. Auch der Sillikonkautschuk hat einen grossen Anteil des finanziellen Aufwands ausgemacht (an diesem Punkt noch ein ganz grosses Dankeschön an Iwanhoa für die Tipps rund ums Giessen). Zig Dosen Farbspray und nicht wenig Alleskleber und Sekundenleim sowie ein paar Päckchen Greenstuff runden dann die Sache noch ab. Ich kann sagen, dass die Kosten so zwischen CHF 1300 und 1600 liegen. Natürlich hätte sich das ganze noch ein wenig günstiger gestaltet, wenn ich schon im Vorfeld gewusst hätte welche (Un-)Mengen ich brauchen würde - dann hätte ich auch gleich grössere Charchen kaufen können, und wenn ich die Ware im Ausland gekauft hätte ... (aber ich mach das ja nicht alle Tage und bin sozusagen mal von 0 auf 100 gestartet)

Warum ich nie was von diesem Projekt geschrieben habe? Die Antwort ist ganz einfach: Wenn ich das gemacht hätte, hätte ich auf eure Anregungen hin noch viel mehr optimiert, wieder verworfen und nochmals geändert - ich wäre mit Sicherheit gar nie fertig geworden :lol3:

Rückblick
Es war ein Haufen Arbeit und ich habe jetzt ein wenig genug vom Basteln, das könnt ihr mir glauben. Aber ich würd's wieder tun, es hat sich m.E. wirklich gelohnt. Auch wenn nicht alles perfekt ist (wie z.B. die Schattengestaltung einiger Räume :? ). Aber man will ja schliesslich auch irgendwann fertig werden und da lässt man auch schon mal was grade sein :wink:

Ausblick
Wie geht es weiter? Das erste Testspiel steht noch aus. Aber ich weiss jetzt schon, dass ich zusätzlich zu den Heroen auch noch einen Baumeister gebrauchen könnte. Ich muss mir überlegen was ich schon mal alles "vorbauen" will und was ich erst aufstelle, wenn es die Heroen sehen. Wenn nötig werde ich "Vorbauten" ein wenig abdecken, so wie das Zombie und Commissar Caos seinerzeit mit ihren Spielkästen gemacht haben.

Aber jetzt genug gequasselt, ich will euch jetzt die ersten Schnappschüsse nicht vorenthalten und ihr hat ja sowieso nur noch darauf gewartet :twisted: .

Grins Rachen:
(Statt dem bescheuerten "Hand"-Overlay nutze ich Portale ...)
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Das Königsmausoleum
(Nicht so viel Fleisch am Knochen, aber auch ganz nett ...)
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PS: Und wenn ihr schön brav seid, zeig ich ab nächster Woche noch:
- Der Thronsaal vom Hexer (oder so ähnlich, jedenfalls jenes Abenteuer wo der schöne Schädelraum drinne ist ...)
- Belthors Tor
- Die Chaosgrube
- Die Spirale des Todes
- Der Turm des Magiers (war's jetzt der Windheini oder doch der Hohepriester? egal ...)

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von saM » 03.06.2016 18:13

Hey Luegi,
da fliegen mir glatt die Löcher aus dem Käse und die Augen aus dem Kopf! ^^
GRANDIOS! :ok: :ok: :ok:
Mut und Dummheit sind Zwillinge und werden oft verwechselt!

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von DerDude » 03.06.2016 18:49

Wahnsinn!!! Ich bin begeistert!! :ok: :ok: :ok: :dafuer:
Ich bin gerade am Bau meines modulieren "Dungeons", der nur aus den Platten besteht.
Ich würde 10 Jahre für dein Projekt benötigen...
Ich bin nicht Mr. Lebowski, Sie sind Mr. Lebowski. Ich bin der Dude. Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar? Entweder so oder Seine Dudeheit oder Duder oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt.

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Taunuskrieger » 03.06.2016 19:06

Sieht nicht schlecht aus, aber ich vermisse so ein bisschen die Treppen aus den Treppenelementen, um die Ebenen zu wechseln. Gibt es welche?
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Dort gibts auch einen Link zum neuen Fantasy Game Quest Creator.

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Mulambo » 03.06.2016 20:07

Allererste Sahne! Hut ab!

Viel Kritik fällt nicht an. Aber wie stabil ist denn das Ganze bzgl verrutschen? Ich hab gesehen, dass ein paar Platten obenauf verrutscht sind, daher die Frage.

Bei den Kosten, hättest du ja schon einen 3D Drucker kaufen können, und die Teile so erstellen :D
Ansonsten weiß ich jetzt, was ich zu Weihnachten will.

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Iwanhoa » 03.06.2016 21:24

Sehr Schick!!

Jetzt verstehe ich langsam diesen bunten Zoo an Fragen die letzten 1,5 Jahre die Du mir wegen Abgiessen, Formenbau etc. stelltest^^
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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Zombie » 03.06.2016 23:16

Wauhh.... So etwas verrücktes hab ich auch noch nicht gesehen...!
Viel Spaß damit!

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Wehrter » 04.06.2016 06:20

:shock:
Mensch Luegisdorf,
das sieht wie Filmkulissen aus :!:
Keine Mitspieler? Immer nur der Master?
Dann ist das HQ-Solo was für Dich!
HeroQuest auf YouTube

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von knightkrawler » 04.06.2016 06:25

Darf/soll ich den Thread auf yeoldeinn verlinken?
Ganz großes Kino, jedenfalls.
Spätestens als ich deine Geheimtüren gekauft habe, war mir klar, da ist was größeres im Busch.
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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Luegisdorf » 04.06.2016 11:51

@All: Danke für die Blumen, nach der Arbeit schätze ich das wirklich.

@Dude: Dein Projekt ist mir nicht entgangen :wink:

@Taunus: Treppenbespiel folgt...

@Mulambo: Die Platten haben Spiel, aber mit dem Pfropfen unter jeder Platte können sie horizontal nicht verrutschen...
Aber wenn man natürlich mit dem Ellbogen oder einem unglücklichen Händchen 'anhängt' kann bringt man die Elemente schon zu Fall... also ein bisschen Vorsicht muss schon sein..
3D-Drucker, ja, aber einen 3D-Scanner hätt ich ja auch noch gebraucht und wie lange macht so ein Drucker mit? Eine neue Gussform ist relativ schnell bereit, aber ein neuer 3D-Drucker? :)

@Tobi: genau :mrgreen:

@Knight: Verlinken, klar doch.
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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Mulambo » 04.06.2016 20:48

Das könnte das erste HQ Brett sein, bei dem man länger aufstellt als spielt :D
Sieht aber definitiv nach ner Menge Spaß aus!

Eine Frage noch: es gibt zwar horizontale Kombinationsblöcke, aber keine vertikalen. Also abgesehen mal vom Mehraufwand für's Erstellen, aber hätte das nicht etliches an Zeit beim Aufstellen erspart?

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Sonic » 04.06.2016 22:56

Tolle Sache!!!

Hast du vielleicht vor eine kleine Serie davon zu erstellen und zu verkaufen??? :D :D :D :D

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Iwanhoa » 04.06.2016 23:46

So ich hatte jetzt mal in Ruhe Zeit mir das Ganze da im Detail anzusehen und mir sind eine Reihe Sachen aufgefallen.

Es ist ein wirklich Sau schickes Board, die Arbeit da drin sieht man auf einem Blick, auch und vor allem, wenn man selbst seit 3 Jahren an einer Modularen Vault arbeitet^^

Und da kommen wir schon zu den Fragen die mich umtreiben.

1. Warum ist die Umrandungskiste so schnicke innen bemalt und der obere Rand wo man als Spieler ständig draufschaut so fleckig unfertig hingeferkelt?

2.Die Konstruktion schaut in sich wakelig aus wie schon angmerkt. Auf manchen Bildern wirken die Räume in sich verschoben, manche Deckplatten als ob sie nicht richtig raufpassen. Lag das am schnellen Aufbauen, oder beginnt das Ganze während des spielens einfach an ein gewisses Eigenleben zu entwickeln?

3. Die Türen. Manche wirken von der Breite her gut passend, manche deutlich zu breit und scheinen sich auch teilweise mit den Wänden ins Gehege zu kommen.

4. Der Rand an den Feldern: Der scheint mir des Übels Kern zu sein. An den Stellen an dem du Wandelemente auf freistehende Raumeckteile gestellt hast sieht man, das das Gewicht der Wände die Bodenteile nach aussen zieht und sich Spalten zum Raum bilden.

Da du bewusst Erfahrungen anderer aus dem Bauprojekt raus gelassen hast sind diese Dinge ja nun schon soweit fertig das man Dir da nur noch schwer zu Verbesserungen raten kann. Meine Idee wäre die bestehenden Module zumindest in der vertikalen mit einem Neodym Magnetsystem zu verbinden um da Stabilität reinzubekommen. G36 Biresin ist ein zähes Zeug. Das kannst Du sehr gut mit einem Akkubohrer und einem 6mm Bohrer bearbeiten um die Magnete minimal Invasiv noch einzusetzen. Das käme auch deinem Wunsch entgegen Sachen vorgebaut zu haben.
Ich habe bei meiner Vault extrem viel rumprobiert und mich mit alten Hase ausgetauscht, bevor ich mich für mein System entschieden hatte. Selbst dieses durchaus weniger Einzelteilige ist noch eine Qual zum aufbauen und ich befürchte einfach, das Du mit der Zeit die Lust am dem Dungeon da verlieren wirst, weil es einfach immer zu aufwendig ist immer alles spielfertig zu richten.

LG Iwan
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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von CorranHorn » 05.06.2016 11:32

Als erstes WOW!!! Herzlichen Dank für das Teilen der genialen Arbeit! Ich habe sämtliche Bidler sofort als Inspiration gespeichert. Und bin zusätzlich noch von deinen Prinzipskizzen im originallen Heroquest Stil geflasht - das ist einfach mal superb. Die Optik und Flexibilität sind absolut umwerfen und großartig. Die Höhenstufen sind schon nah an der Perfektion und ich habe endlich ein Visualisierung für das, was ich im Dungeon auch vorhabe.

Der einzig echte Minuspunkt ergibt sich aus meiner Sicht, wie Iwanhoa es beschrieben hat. Es sind unglaublich viele Kleinteile. Wie lange brauchst du denn um einen Raum im Abenteuer komplett aufzubauen?

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Re: Heroquest Super Modular 3D

Beitrag von Luegisdorf » 05.06.2016 13:21

Danke für die Kritik - hier ein paar Anmerkungen

1. Warum ist die Umrandungskiste so schnicke innen bemalt und der obere Rand wo man als Spieler ständig draufschaut so fleckig unfertig hingeferkelt?

Ha, eiskalt erwischt! Hier ist noch eine Abschlussarbeit fällig. Der Rahmen erhält noch einen "Deckelrahmen", der deckt dann die Kleckerei hübsch ab :wink:

2.Die Konstruktion schaut in sich wakelig aus wie schon angmerkt. Auf manchen Bildern wirken die Räume in sich verschoben, manche Deckplatten als ob sie nicht richtig raufpassen. Lag das am schnellen Aufbauen, oder beginnt das Ganze während des spielens einfach an ein gewisses Eigenleben zu entwickeln?

Verrutschen kann das ganze nicht; dafür sorgen die Reliefelemente am Boden, welche die Sockelelemente sehr gut an ihrer Position halten. Zusätzlich verwende ich ja 2-er und Eck-Elemente die das ganze auch wieder zusammenhalten. Also während des Spielens wird sich da nichts verändern. Aber: Es ist so, dass das ganze gut Spiel hat und halt nicht alle Teile vollends im Mass sind (ein Zentel Millimeter hat schon gravierende Auswirkungen auf den vertikalen Winkel), deshalb entstehen halt auch ab und an Spalten zwischen den Elementen.

3. Die Türen. Manche wirken von der Breite her gut passend, manche deutlich zu breit und scheinen sich auch teilweise mit den Wänden ins Gehege zu kommen.

Sind alle gleich und im Mass etwa 1x4 cm. Und man muss schon schauen, welche Wände denn jetzt passen; in den Bildern kommt allerdings noch alles aneinander vorbei - anderfalls würde entweder Türe oder Wand nicht stehen. Türen und Wände sind geschlitzt. Aber da ich natürlich auch hier nicht immer einen sauberen Winkel erwischt hatte, stehen sie ab und zu ein wenig schief in der Landschaft; aber he, wer hat gesagt, dass ein Dungeon ein architektonisches Meisterwerk ist 8)

4. Der Rand an den Feldern: Der scheint mir des Übels Kern zu sein. An den Stellen an dem du Wandelemente auf freistehende Raumeckteile gestellt hast sieht man, das das Gewicht der Wände die Bodenteile nach aussen zieht und sich Spalten zum Raum bilden.

Auch hier; Täuschung, die Wände wirken dem Effekt mehr entgegen, weil sie Teile verbinden (die Schlitze der Wände klemmen leicht an den Raumrändern).

Meine Idee wäre die bestehenden Module zumindest in der vertikalen mit einem Neodym Magnetsystem zu verbinden um da Stabilität reinzubekommen.

Wenn, dann bräuchte es die Magnete eher für den horizontalen Zusammenhalt, denn vertikal sind sie mit mit dem "Legoprinzip" gut gesichert. Aber vielleicht irgendwann mal ...

Selbst dieses durchaus weniger Einzelteilige ist noch eine Qual zum aufbauen und ich befürchte einfach, das Du mit der Zeit die Lust am dem Dungeon da verlieren wirst, weil es einfach immer zu aufwendig ist immer alles spielfertig zu richten.
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Der einzig echte Minuspunkt ergibt sich aus meiner Sicht, wie Iwanhoa es beschrieben hat. Es sind unglaublich viele Kleinteile. Wie lange brauchst du denn um einen Raum im Abenteuer komplett aufzubauen?


Ja, durch die vielen Einzelteile gibt das schon recht zu tun; hier muss ich, wie schon geschrieben, mal ausprobieren wie ich das soweit vorbereiten kann, dass der Spielablauf flüssig bleibt. Aber bisher entzückt mich das Resultat so, dass es mir den Aufwand wert ist. Zeitmessung hab ich noch nicht vorgenommen, werd' ich aber mal beizeiten machen.

Aber eins darf schon gesagt werden; Nicht alles ist Gold was glänzt - und das ist auch bei meiner Arbeit so :mrgreen:
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