HQ mit Kindern

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thorben
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von thorben » 13.01.2013 10:37

Wehrter hat geschrieben: Die Aufträge sind auch alle so aufgebaut, daß man als Heroe Unrecht bestraft und der Gerechtigkeit wieder zum Sieg verhilft.
Naja, DA könnte das Problem liegen....nach 'Sir Ragnars Rettung' hatten die beiden nur eine Frage: 'Können wir jetzt die Bösen spielen?' :)

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HQ-Killy
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von HQ-Killy » 13.01.2013 10:40

Der Fördermöglichkeiten gibt es viele.

Wehrter hat das sehr schön erklärt.
Auch wenn ich im Hort mit den Kindern "Hortquest" spiele, kann ich mir vorstellen, dass einige meiner Kolleginnen den tiefen Sinn des Spiels überhaupt nicht wahrnehmen.
Bei den Kindern passiert so viel.
Sie müssen miteinander reden, miteinander klarkommen lernen, andere einbeziehen oder einfach nur lernen sich zurückzusellen, weil sie sich untereinander maßregeln.
Soziale Interaktion ohen Ende. Leider ist es bei uns im Hort immer so, dass sich die Kinder oft anschreien.
Das ist aber eher den Räumlichkeiten geschuldet.
Im Moment lasse ich sie allein spielen.
Das klappt recht gut und immer stehen viele "Zuschauer" am Tisch, die einfach nur gespannt sind, was da so passiert.
Die Kinder versuchen natürlich sich oft genug übers Ohr zu hauen.
Wenn sich einer ungerecht ehandelt fühlt, dan fragen sie nach. Das finde ich eine gute Entwicklung.
Sich Hilfe holen, wenn man welche braucht, und der entlarvte Bescheißer macht das auch nicht nochmal...
Auch lernen sie Wertschätzung, da das Material eben sehr fragil ist.
Mathematische Bildung beim "Augen" oder Schätze usw. zählen.
Feinmotorik, Abstraktionsvermögen, einfach alles.
Nichts ist wertvoller als ein aktives Brettspiel.


Nochmal zu den Märchen.
Wehrters Eklärungen finde ich spannend.
Damals, als diese Sachen entstanden, war noch nicht viel mit Aufklärung und Medien.
Trotzdem hat man sicherlich versucht die eigenen Kinder zu schützen und erfand eben diese Schauergeschichten.
Diese wurden bestimmt von Mund zu Mund weiter ausgeschmückt.
Trotzdem zeigten sie damals schon die Abgründe menschlichen Daseins auf.
Die Zwerge in Rotkäppchen - das waren doch Kinder (sie mussten damals tatsächlich ins Bergwerk, weil sie klein genug für die Stollen waren!!)
Rotkäppchen und der Wolf - der Wolf war sicher ein "Kinderfänger", der den Kindern auflauerte und dann wer weiß was mit ihnen gemacht hat...

Das mit den (rotglühenden) Eisen-Schuhen war in Schneewitchen, als die böse Königin auf deren Hochzeit mit diesen tanzen musste und aus dem Schloss hinausrannte...

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sidorion » 13.01.2013 11:54

Wobei man beachten muss, dass die heute erhältlichen Ausgaben nach der 20. Auflage gedruckt werden. Die Grimms haben im Laufe der Jahre immer weiter retuschiert und die wirklich heftigen Märchen und Szenen entfernt weil sich die (damalige) Leserschaft beschwert hat. :shock:

Ich sag immer: Kinder sind klein, nicht dumm. Die haben schon sehr früh ein erstaunliches Verständnis für die Welt um sie herum. Durch diese Verharmloserei wird dieses Bild verzerrt und das kann sich nur negativ auswirken.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Wehrter » 13.01.2013 17:03

thorben hat geschrieben:
Wehrter hat geschrieben: Die Aufträge sind auch alle so aufgebaut, daß man als Heroe Unrecht bestraft und der Gerechtigkeit wieder zum Sieg verhilft.
Naja, DA könnte das Problem liegen....nach 'Sir Ragnars Rettung' hatten die beiden nur eine Frage: 'Können wir jetzt die Bösen spielen?' :)
:kloppe: Stimmt, die Kleinen überraschen einem immer wieder mit Sichten, die man niemals erwartet hätte! Da steht man oft bescheuert da und weiß vorerst nicht zu reagieren!

@ HQ-Killy
Da hast Du einige weitere Punkte hinzugefügt!

Ich hatte früher ein Erlebnis:
Ich besuchte einst kurz einen Kumpel. Sein Sohn (Vorschulalter) wollte ein Brettspiel mit Papa spielen, der hatte aber keine Lust.
Da auf dem Brett Felder mit Texten standen, was der Spieler machen muß und der Kleine nicht lesen konnte fragte er ständig den Papa was steht da? Und was steht da?
Uns Erwachsenen blieb völlig verborgen, daß der Kleine auswendig lernte, wo was steht!!!
Hier war Motivation da und man hätte den Kleinen fördern können, aber …

Wegen den Märchen
Sidorion hat es bereits angeschnitten, aber es ist noch drastischer!
--Bei Neuverfilmungen werden bereits die „grausamen Szenen“ entschärft oder völlig neu dargestellt.

--Die Erstauflage der Märchen war doch so Anfang des 19. Jh. ?
Soweit ich in Berichten mitbekommen hatte, wurden sie bereits bei der 2. Auflage schon leicht verändert. So war Schneewittchen ursprünglich Blond, wurde dann aber Schwarzhaarig wie Ebenholz.

--Wenn man sich ein Märchenbuch von den Brüdern Grimm kauft, sind nicht alle Märchen drin! In alten Märchenbüchern, die vor dem Krieg erschienen sind, konnte ich Märchen finden von denen ich nie was gehört hatte. Ich frage mich hier schon, warum man uns nur diese bestimmte Auswahl, die wir alle kennen, veröffentlich und die anderen Verschweigt?

--Die Wurzeln der Märchen stammen doch aus einer Zeit, wo der Mensch sich noch gegen die Naturgewalten durchsetzen mußte. Vieles konnte man sich damals nicht erklären, daß in unserer Zeit jetzt durch die Wissenschaft erklärt wird. Ich denke, daß hier auch Aspekte zur Natur und seinen Gewalten besteht.
In unserem sterilen Zeitalter ist der Bezug zur Natur TOTAL verloren gegangen. Alles zugeteert und zubetoniert. Tierarten wurden Ausgerottet (Bär, Biber, …) Nahrungsmittel haben keinen Stellenwert, wenn es nicht schmeckt, ab in die Tonne. usw.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Mophus » 13.01.2013 17:52

Ich habe einmal einen interessanten Artikel über kindliche Albträume gelesen (leider weiß ich nicht mehr wo). Dort wurde ein wissenschaftliches Experiment beschrieben. Es gab zwei Versuchsgruppen von Kleinkindern. Die eine Gruppe bekam Märchen mit Hexen, Drachen & Co. vorgelesen, der anderen Versuchsgruppe wurden solche Geschichten vorenthalten (d. h. es handelte sich um Kinder, die bis zu diesem Zeitpunkt niemals eine Hexe oder einen Drachen gesehen hatten). Dennoch berichteten beide Gruppen über böse alte Frauen und Monstern in ihren Albträumen. Psychologen erklärten dies damit, dass dies Archetypen seien die Ausdruck gewisser Ängste darstellen. Märchen können daher Kindern helfen mit diesen Ängsten umzugehen, da sie wissen, dass schlussendlich das Gute triumphiert.

Zu Brutalität in Märchen: Ich finde es ist ein deutlicher Unterschied, ob da nur geschrieben steht, dass die Hexe in den Ofen gestoßen wird, oder ob dies realistisch gezeigt wird (z. B. in einem Film).

Man sollte Kinder schon auch vor gewissen Dingen schützen. Wenn ein Kind wissen möchte was Krieg ist, kann man ihm das erklären. Ihm jedoch Bilder von Kriegsversehrten zu zeigen, um den Schrecken des Krieges zu demonstrieren, fände ich aber nicht altersgerecht.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von knightkrawler » 13.01.2013 18:26

Mophus hat geschrieben:Ich finde es ist ein deutlicher Unterschied, ob da nur geschrieben steht, dass die Hexe in den Ofen gestoßen wird, oder ob dies realistisch gezeigt wird.
Da geb' ich dir sowas von Recht. Es muss ja nicht beschrieben werden, wie sich das Fleisch schwarz färbt und sich von den Knochen löst und die Hexe vor unerträglichen Schmerzen schreit wie am Spieß. Abgesehen davon, dass das Vorstellungsvermögen der Kinder solchen verbalen Beschreibungen ohnehin Grenzen setzt, kommt erst in späteren Entwicklungs- und Prägungsphasen eine Bedeutungsebene hinzu, die solche Bilder/Textbeschreibungen erst "brutal" macht. Die bildliche Vorstellung z. B. im Film nimmt einem Kind die natürliche Entwicklung ab und gibt ihm voll auf die Zwölf, wo's nicht hingehört.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sinthoras » 13.01.2013 19:24

HQ-Killy hat geschrieben:
Das mit den (rotglühenden) Eisen-Schuhen war in Schneewitchen, als die böse Königin auf deren Hochzeit mit diesen tanzen musste und aus dem Schloss hinausrannte...
Uppsala :pfeif: Zum Thema Märchenverhamrlosung: Kennt einer von euch die Serie "SimsalaGrimm" ?

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von SirDenderan » 13.01.2013 23:09

Sinthoras hat geschrieben:
HQ-Killy hat geschrieben:
Das mit den (rotglühenden) Eisen-Schuhen war in Schneewitchen, als die böse Königin auf deren Hochzeit mit diesen tanzen musste und aus dem Schloss hinausrannte...
Uppsala :pfeif: Zum Thema Märchenverhamrlosung: Kennt einer von euch die Serie "SimsalaGrimm" ?


Ich (geb. 1969) bin auch mit einer "harmlosen" Version von Grimm's Märchen Aufgewachsen.
Zum 150. der Märchen habe ich einiges darüber gehört und gelesen...

Die originale sind doch etwas heftiger

original texte
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Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage ?
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sinthoras » 13.01.2013 23:22

@SirDenderan: Ich geboren 1996 bin - wen wunderts? - auch mit den harmlosen Versionen aufgewachsen, auch wenn mir einige "brutale" Versionen bekannt sind. Sehr interessante Quelle, von 80% der dort gelisteten Märchen habe ich noch nie gehört :o

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Luegisdorf » 14.01.2013 21:06

Die originale sind doch etwas heftiger
Könnte das sein, weil viele Märchen als Vorlage echte Verbrechen gehabt haben? Oder auch, weil sie den Kindern vielleicht mit Hilfe der Angst etwas leren sollten (z.B. du sollst nicht alleine in den Wald gehen sonst wirst du vom Wolf gefressen)?

Aber, wir schweifen vom Thema ab.

Heroquest für Kinder find ich ok, wenn sie die Regeln verstehen können und auch verstehen dass es sich um reine Fiktion handelt (nicht missverstehen, das Kind kann wohl aber an Nikolaus und Elfen im Wald glauben) - aber sein Verstand muss einsehen, dass die Monster in HQ auch nur in HQ, bzw. in Spielen existieren und das auch das Töten und ausscheiden aus dem Spiel im genannten Kontext nur mit dem Spiel zu tun hat. Richtiges sterben ist etwas anders, HeroQuest aber ist ein Spiel und sollte auch als dieses erfasst werden.
Wenn die Kinder nicht grad wissen, was ein Sarkophag ist, dann ist es vielleicht unnützes Wissen, aber es kann niemand einen Schaden davon tragen, wenn er solche Sachen weiss oder sich damit beschäftigt.
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Wehrter » 15.01.2013 04:56

An dieser Stelle möchte ich jedem bitten, sich an die Zeit zu erinnern als man noch selber klein war.
Hat man in jener Zeit nicht einen Western, Ritterfilm, Since Fiction, etc. gesehen, war begeistert, lief nach draußen und hat es nachgespielt?
In sämtlichen Filmen wurden Menschen getötet, die einfach nur umgefallen sind, ohne einer grausamen Darstellung, z.B. daß man Blut gesehen hätte.

Als Kinder hatten wir doch oft im Spiel das Wort Tod verwendet, was für uns so viel bedeutete daß der jeweilige Spieler in dieser Runde ausgeschieden ist!??

Was ich versuche auszusagen ist:
Geht nicht von Eurem erwachsenen Wissen aus, sondern versetzt Euch in die Zeit, als Ihr selber Kind wart, und beurteilt dieses Thema aus der damaligen Sicht!
Luegisdorf hat geschrieben: Wenn die Kinder nicht grad wissen, was ein Sarkophag ist, dann ist es vielleicht unnützes Wissen, aber es kann niemand einen Schaden davon tragen, wenn er solche Sachen weiss oder sich damit beschäftigt.
Ein Interessanter Hinweis!
Im Auftrag und auf den Brettern kommen immer wieder Wörter vor, die für die kleinen Neu sind. Die muß man dann erklären.
Aber bitte nicht mit der Einstellung, daß man alles in „Babysprache“ erklärt.
So wurde den Kindern erklärt, daß der tierische Nachwuchs Babypferde, Babyhunde sind und später wundert man sich, wieso man nicht weiß was Welpen und Fohlen sein sollen. :? :?:

Ich hatte das Erlebnis, wo ich den Grünschnitt mit der Heugabel in die Schubkarre beförderte, da kam ein Kindergartenkind auf mich zu und meinte daß ich Heu mit der Mistgabel aufgabelte :shock:

Es läuft hier irgendwas schief, wenn Kinder genau wissen woher die Babys kommen, aber bei alltäglichen Gegenständen nicht wissen, wie sie heißen oder sogar nicht wissen was es ist!

Werbung und Verkauf tragen einen großen Anteil dazu bei, daß man immer mehr verblödet wird! Hier wird z.B. für das eigene Haustier Meerschweinchen Grummert als Streu verkauft.
Es liegt hier in der Verantwortung der Eltern, daß sie den Kleinen Grummert und Streu erklären.

Bei HeroQuest ist es da genauso.
Alb und Ork befinden sich in einem Zweikampf, wie zwei Judokämpfer oder zwei Fußballspieler. Der eine gewinnt und der andere wurde besiegt. Und beim nächsten Mal treffen sie wieder aufeinander und dieser Kampf beginnt von vorn. ;)
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Grün » 15.01.2013 17:13

Wehrter hat geschrieben: Ich hatte das Erlebnis, wo ich den Grünschnitt mit der Heugabel in die Schubkarre beförderte, da kam ein Kindergartenkind auf mich zu und meinte daß ich Heu mit der Mistgabel aufgabelte :shock:

Es läuft hier irgendwas schief, wenn Kinder genau wissen woher die Babys kommen, aber bei alltäglichen Gegenständen nicht wissen, wie sie heißen oder sogar nicht wissen was es ist!
Oh mein Gott... ich kenn auch nich den Unterschied zwischen ner Heugabel und ner Mistgabel..... Im Ernst gbbet da zwei Unterschiedliche Werkzeuge für? Ich bin aber auch bekennender Stadtmensch und habe trotz meines Nicks nich einen solchen Daumen!

Edit: Nun ja wenn man google Bildersuche nutzt um Unterschiedzwischen Heu und Mistgabeln zu bekommen kriegt man bei Mistgabel ne nackte Frau.... nich schlecht

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von thorben » 15.01.2013 17:24

Ich hätte eher nach 'Grünschnitt' gegoogelt....aber jetzt ist mir doch irgendwie entfallen was eine 'Mistgabel' ist. :wink:

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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Sidorion » 15.01.2013 17:39

Eine Heugabel hat weniger Zinken (drei bis vier), als eine Mistgabel (vier bis sechs). Mit der Heugabel wendet (und stapelt) man das langstielige Heu, mit der Mistgabel sticht man Misthaufen um, die ja eher aus zusammengetrampleten kutzstieligen Heuresten und Kuhsch.. bestehen. Darum ist i.d.R. auch das Material bei der Mistgabel stärker ausgelegt, weil die Scherbelastungen auf die Zinken höher ist.
Man kann mit beiden Werkzeugen beide Tätigkeiten ausühren, sie sind aber jeweils für die ihnen zugedachte Tätigkeit besser geeignet.

Helfe doch immer gerne :mrgreen:
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Re: HQ mit Kindern

Beitrag von Mophus » 15.01.2013 19:40

Ein Interessanter Hinweis!
Im Auftrag und auf den Brettern kommen immer wieder Wörter vor, die für die kleinen Neu sind. Die muß man dann erklären.
Aber bitte nicht mit der Einstellung, daß man alles in „Babysprache“ erklärt.
So wurde den Kindern erklärt, daß der tierische Nachwuchs Babypferde, Babyhunde sind und später wundert man sich, wieso man nicht weiß was Welpen und Fohlen sein sollen.
Mein Opa zu mir als ich zwei Jahre alt war:"Schau mal ein Piep Piep". Ich:"Das ist eine Amsel!" :lol:

Letztens war ich im Wildgehege. Da haben die Eltern eines Kindergartenkindes ernsthaft auf ein Rehkitz gezeigt und gesagt:"Schau ein Bamby" :roll:
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